Solingen: 25 Jahre Freundschaft mit Ness Ziona
zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Solingen (RP). "Möge dem Staat Israel dauerhafter Frieden und eine glückliche Zukunft vergönnt sein. Und möge die Freundschaft zwischen Solingen und Ness Ziona blühen und gedeihen."
Das sagte Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith bei der Feier zum 25jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit Ness Ziona in Israel.
Die Solinger Gäste zeigten sich beeindruckt von der charmanten Moderation durch Ronit Maoz, einer Bürgerin aus Ness Ziona. Ebenso angetan waren sie von der künstlerischen Qualität der musikalischen und tänzerischen Darbietungen durch das Jugendorchester des städtischen Konservatioriums Ness Ziona und einer Mädchengruppe der Schule für Tanz und Bewegung. Musik, Gesang und Kunst werden in Israel vom Kleinkindalter an stark gefördert.
Jossi Shvo blickte in seiner Ansprache auf die lange Vergangenheit des Volkes Israel zurück: "Während Ihres Besuches hier und andernorts in Israel können Sie sich überzeugen, was in Israel geleistet wurde nach dem 2000jährigen Exil – aber das in nur 100 Jahren." Die ersten Siedler, Juden aus Russland und Osteuropa, kamen im Jahr 1883 nach Ness-Zionas, mit der Vision und Hoffnung in ihrem Herzen, eine jüdische Nation zu schaffen, das Land aufzubauen, und den Boden zu bearbeiten.
Erinnerung an den Golfkrieg
Beide Redner betonten, dass die besonderen Beziehungen in den letzten drei Jahrzehnten zwischen Solingen und Ness Ziona hauptsächlich auf zahlreichen persönichen Kontakten der Bürger untereinander beruhen und sprachen den beiden Freundschaftsvereinen ihren Dank aus. Ratsherr Bernd Krebs erinnerte an eine Israel-Reise des damaligen Oberbürgermeisters Gerd Kaimer im Jahr 1991, "mitten im Golfkrieg". Kaum zwei Kilometer von Ness Ziona seien damals Scud-Raketen eingeschlagen. Krebs: "Das war gelebte Solidarität mit dem israelischen Volk, und dafür stehen wir Solinger heute noch."
Oberbürgermeister Feith überreichte einen Scheck über 2500 Euro für das Seniorenzentrum in Ness Ziona, das die Delegation am Vormittag besucht und wo er eine kurze, berührende Begegnung mit einer Überlebenden des Holocaust erlebt hatte.
Zum Schluss bekundeten beide Städte ihren Willen zur "Verlängerung" des Freundschaftsvertrages: "Unsere Städtefreundschaft soll wie der Baum der Bibel sein, gepflanzt an den Wasserbächen"
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