Solingen: Altenheime mindern nicht städtisches Vermögen
VON SUSANNE GENATH - zuletzt aktualisiert: 28.04.2009Solingen (RPO). Auf die Haushaltsdebatten rund ums städtische Vermögen und die Frage, wie viel Rest-Eigenkapital Solingen noch am 31. Dezember 2013 zur Verfügung steht, hat die hohe Wertberichtigung der städtischen Altenzentren keinen Einfluss. Die Sparvorgaben der Bezirksregierung beträfen nur den Kernhaushalt der Stadt, nicht jedoch die städtischen Eigenbetriebe – wozu die drei städtischen Altenheime gehören – und die städtischen Beteiligungen, erklärt Sozialdezernent Robert Krumbein.
Die Wertberichtigung ist nötig, weil die Altenzentren in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt werden sollen und dafür die bisherigen Buchwerte den tatsächlichen Werten angepasst werden müssen. Dadurch könnte ihr jetziges Eigenkapital von 6,4 Millionen Euro um bis zu 2,4 Millionen Euro sinken (wir berichteten). "Das Problem war absehbar", sagt Krumbein. Negative Auswirkungen seien allerdings nicht zu befürchten. Das Eigenkapital der drei städtischen Altenheime sei im Moment noch sehr hoch. "Durch die Wertberichtigung wird es auf ein Normalmaß heruntergefahren."
Anlass für die nötigen Korrekturen gäben vor allem die beiden Heime Eugen-Maurer- und Gerhard-Berting-Haus, deren Gebäude noch der Stadt gehörten. "Bei ihrer Ausgliederung Anfang der 90er-Jahre hatte man sehr großzügige Nutzungszeiten einkalkuliert, obwohl insbesondere das Gerhard-Berting-Haus schon einige Jahre alt war." Das Gebäude des neuen Elisabeth-Roock-Hauses in Höhscheid mietet die Stadt dagegen nur an. Bei den Grundstücken dürfe in der Regel keine Wertkorrektur vorgenommen werden – "obwohl davon auszugehen, dass ihr Wert in der Zwischenzeit gestiegen ist".
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