Solingen: Am Donnerstag Schweigeminute
zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Solingen (RP). Zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt rufen die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am morgigen Donnerstag, 23. Februar, 12 Uhr, zu einer Schweigeminute auf. Dies geschieht zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt. Die Stadt Solingen schließt sich dem Aufruf an, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen.
Oberbürgermeister Norbert Feith bittet daher alle Mitarbeiter der städtischen Verwaltung, sich an der Schweigeminute zu beteiligen. Er würde es darüber hinaus begrüßen, wenn auch viele Solinger ein persönliches Zeichen des Mitgefühls setzen und sich an der Schweigeminute beteiligen würden, teilt die städtische Pressestelle mit.
Neben der Stadt und dem Integrationsrat ruft zudem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Rhein-Wupper dazu auf, die Arbeit für eine Schweigeminute am Donnerstag niederzulegen. "Auch in Solingen treiben Rechtsextremisten ihr Unwesen, die mit fremdenfeindlichen und antisemitischen Parolen Politik machen", erklärt Jürgen Krause, Geschäftsführer der Gewerkschaft Verdi Rhein-Wupper. Gerade in den Unternehmen sei die ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Die Betriebe würden zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Integration, Respekt und Toleranz geben, erklärt der Verdi-Geschäftsführer und ergänzt: "Wir stehen gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten."
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