Solingen: Anwohner für Tempo 30
zuletzt aktualisiert: 02.07.2012Solingen (RP). Schräg gegenüber vom Trubel auf dem Rathausplatz wurde über Verkehrsplanung diskutiert. Im Fotostudio Ute Klein trafen sich die Gewerbetreibenden der Konrad-Adenauer-Straße mit der stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne). Thema war die Unzufriedenheit der Geschäftsleute wie Anwohner mit der Lärmbelästigung durch den starken Verkehr und Pläne zur Umgestaltung der Straße.
Pläne für eine bauliche Umgestaltung hat die Stadt zwar bereits in der Schublade, allein die Finanzierung des Eigenanteils ist zurzeit nicht möglich. Breitere Gehwege und schmalere Fahrspuren sind geplant, die Begrünung des Mittelstreifens und bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger.
Um die Lärmbelästigung zu vermindern, wünschen sich Anwohner und Gewerbetreibende außerdem ein Tempo-30-Limit für die stark befahrene Straße. Die Stadt Solingen sieht die Lösung jedoch in lärmhemmendem Asphalt, um die Leistungsfähigkeit der Konrad-Adenauer-Straße nicht einzuschränken.
Löhrmann und Dietmar Gaida, planungspolitischer Sprecher der Grünen, unterstützen die Forderung der Gewerbetreibenden: "Zumindest in der Nacht sollte Tempo 30 gelten, damit die Anwohner schlafen können", so Gaida.
Im Herbst will die Bezirksvertretung Mitte über Pläne und deren Finanzierung beraten. Löhrmann ist zuversichtlich, dass die Gestaltungsmehrheit einen positiven Beschluss fassen wird, so dass Ende 2014/Anfang 2015 mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Ihr Appell an Anwohner und Geschäftsleute: "Die Pläne liegen vor, halten Sie so kurz vor dem Ziel noch durch."
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