Solingen: Attraktiver werden für Wohnmobil-Touristen
VON SUSANNE GENATH - zuletzt aktualisiert: 05.11.2010Solingen (RPO). Die Stadt Solingen will für Wohnmobil-Touristen interessanter werden. Daher plant die Wirtschaftsförderung, in den nächsten zwei Jahren zusätzliche drei bis sechs Plätze einzurichten, und zwar in Ohligs und in der Innenstadt.
Hintergrund: "Die Zahl der Wohnmobilfahrer ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen", berichtete Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, gestern im Kulturausschuss. Allein in Deutschland seien mittlerweile 430 000 Fahrzeuge angemeldet, europaweit seien es rund eine Million.
"Das bedeutet, dass dies zusätzliche Kunden für die Gastronomie, Museen und den Einzelhandel sein können", erklärte Balkenhol. Denn die Klingenstadt sei für Wohnmobil-Besitzer – in der Regel die Generation 50 plus – durchaus ein attraktives Ausflugsziel fürs Wochenende, wie Rücksprachen mit dem Verein Wohnmobilfreunde Solingen ergeben hätten. "Aber zurzeit gibt es in Solingen gefühlt zu wenig Plätze." Rund 25 seien es bislang: etwa zehn Plätze am Brandteich in Gräfrath, fünf in Müngsten, fünf in Oberburg und etwa fünf in Glüder. Bis auf Glüder seien alle kostenlos, dafür aber auch ohne Ver- und Entsorgungsleitungen ausgestattet. 9000 bis 10 000 Euro seien für eine Vollausstattung zu veranschlagen.
Die sei aber erst einmal nicht nötig. "Heutige Wohnmobile verfügen über Solarstrom und ausreichend große Tanks, so dass sie für zwei bis drei Tage autark sind", erklärte Balkenhol. Um schnelle Abhilfe für den gestiegenen Bedarf zu schaffen, will die Wirtschaftsförderung daher zwei Stellplätze auf dem Parkplatz des Gründer- und Technologiezentrums einrichten. "Dort hat man den Südpark und Geschäfte in der Nähe." Die Wohnmobilfreunde spendeten die Schilder, die Wirtschaftsförderung sorge für die Befestigung. Weitere Stellflächen seien auf Privatgelände denkbar, wie auf Parkplätzen von Gastronomen. "Schließlich gehen Wohnmobil-Reisende gerne essen." Auf längere Sicht könnten auch Stellflächen auf dem ehemaligen Olbo-Gelände in Ohligs sowie in Unterburg entstehen.
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