Solingen: Außergewöhnliches zur Kultursommernacht
VON SANDRA GRÜNWALD - zuletzt aktualisiert: 21.08.2012Solingen (RP). Sobald man das Kunstmuseum betritt, sieht man sich einer großen Videowand gegenüber. Auf 33 Bildschirmen ist ein Mann zu sehen, der an unterschiedlichen Orten steht und in Gebärdensprache etwas mitteilt. Man beginnt zu rätseln, was die Handzeichen bedeuten könnten. Kai Fobbe löst das Rätsel. "Er zeigt die Längen- und Breitengrade der Orte an, an denen er sich gerade befindet." Unter dem Titel "99 Orte" zeigt es den Pina Bausch Tänzer Jean-Laurent Sasportes an 99 unterschiedlichen Orten im Bergischen Land.
"Es ist eine Art GPS", erläutert Fobbe, der seit über 20 Jahren im Bergischen Land lebt. "Es war mir wichtig, mit einer Sprache zu arbeiten, die ich nicht verstehe", erklärt Fobbe. So hat Kai Fobbe seine Kunst als App zum Downloaden für Jedermann bereitgestellt. Während der Kultursommernacht wird die Installation um 18 Uhr im Foyer des Kunstmuseums gezeigt. Kai Fobbe wird sein Projekt erläutern und Regina Advento tanzt.
"Das ist ein großer Höhepunkt", freut sich Gisela Elbracht-Iglhaut vom Kunstmuseum. Regina Advento, die bereits seit fast 20 Jahren Mitglied im Pina Bausch Ensemble ist, zeigt eine eigene Choreografie und Inszenierung, die sie 2006 für ein Festival in Brasilien entwickelt hat. "Ich habe die Kostüme entworfen, die Musik ausgesucht, eigene Texte verwandt", erzählt sie. "Ich habe viel experimentiert." Jetzt, sechs Jahre später, hat sie sich das 45-minütige Stück noch einmal vorgenommen und festgestellt: "Die Regina von heute ist nicht mehr die Regina von damals.
" Sie änderte einiges ab, fügte neue Sequenzen hinzu. Die Uraufführung ihrer Choreografie beginnt um 20 Uhr im Meistermann-Saal.
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