Solingen: Baugewerbe hofft auf viele neue Aufträge
zuletzt aktualisiert: 13.02.2009Solingen (RPO). Das Solinger Baugewerbe wartet sehnlichst auf das Geld aus dem Konjunkturpaket. "Wir sind darauf angewiesen", sagt Obermeister Kai Buschhaus. "In unserer Innung gibt es durchaus Firmen, die nur noch für zwei bis drei Tage Arbeit haben." Einige Betriebe hätten bereits Kurzarbeit angemeldet. "Nur deshalb hat es noch keine Entlassungswelle gegeben, obwohl weitere Aufträge erst ab April zu erwarten sind." Nächste Woche sei ein Gespräch mit Oberbürgermeister Franz Haug angesetzt. "Dann werden wir erfahren, wie die Mittel eingesetzt werden sollen."
Ob sie in Schulen, Straßen oder andere Gebäude gesteckt werden, spielt für Buschhaus keine Rolle. "Die Hauptsache ist, dass für die Arbeiten Solinger Betriebe beauftragt werden." Dafür müssten die Aufträge möglichst klein gestückelt werden. Denn bis zu einer Summe von 100 000 Euro könne die Stadt die Aufträge frei vergeben, ab Summen über einer Million müsse dagegen europaweit ausgeschrieben werden – und das gelte es zu verhindern. "Es ist ohne Mehraufwand möglich, Arbeiten an Türen und Fenstern, am Dach oder am Rohbau und Tiefbau separat zu vergeben", sagt der Innungs-Obermeister. Und das Solinger Handwerk habe genügend freie Kapazitäten.
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