Solingen: „Hartz IV ist nachzubessern“
zuletzt aktualisiert: 11.10.2007Solingen (RPO). Der Bergische DGB-Vorsitzende Hans Peters begrüßt den Vorstoß von SPD-Chef Kurt Beck nach einer längeren Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I. „Natürlich ist es gut, wenn Arbeitslose mehr Geld bekommen“, sagt er. „Denn ältere Arbeitslose finden nun mal seltener einen Job als Jüngere, weil die meisten Arbeitgeber eine Altersgrenze im Kopf haben.“ Nichtsdestoweniger hätte sich Peters gewünscht, dass die SPD auch über die Zumutbarkeitsgrenzen beim Arbeitslosengeld II und die bisherigen Vermögensfreigrenzen.
Darin stimmt der Solinger SPD-Partei-Chef Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver mit ihm überein. „Das gesamte Hartz-IV-Gesetz muss dringend nachgebessert werden“, sagt er. Gerade Ältere würden durch die sehr niedrigen Vermögensschongrenzen bestraft, wenn sie für ihr Alter vorgesorgt hätten, aber bereits nach einem Jahr Arbeitslosigkeit ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung verkaufen müssen. „Arbeitsfördermaßnahmen und eine Anhebung des Arbeitslosengeldes II angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten wären wichtiger gewesen als ein paar Monate mehr Arbeitslosengeld I.“ Die Zahl der Arbeitsjahre würde außerdem noch gar nicht berücksichtigt.
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