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Solingen: Bei Frost nur in Notfällen außen im Einsatz

zuletzt aktualisiert: 07.01.2009

Solingen (RPO). Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern größtenteils außen arbeiten, müssen bei frostigen Temperaturen die Arbeit einstellen. Im Bauhauptgewerbe, weiß der Obermeister dieser Innung, Kai Buschhaus, läuft angesichts hoher Minusgrade derzeit nicht viel.

Kai Buschhaus, Obermeister der Baugewerbe-Innung.  Foto: RPO
Kai Buschhaus, Obermeister der Baugewerbe-Innung. Foto: RPO

Ist in Ihrer Branche jetzt „still ruht der See“ angesagt?

Buschhaus Ja, absolut. Es gibt aber einige Firmen, die Innenarbeiten wie beispielsweise Umbauten oder Fliesen- und Putzarbeiten erledigen. Das Bauhauptgewerbe findet aber in der Regel zu 90 Prozent außen statt.

Wie kommen die Firmen und die Mitarbeiter über den Winter?

Buschhaus Wir haben eine Schlechtwettergeldregelung. Die Firmen zahlen über das ganze Jahr in diese Kasse ein und können so die Zeiten überbrücken, in denen Außenarbeiten aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich sind. Die Schlechtwettergeldregelung ist auf den Zeitraum vom 1. Dezember bis 31. März begrenzt. In diesem Zeitraum können wir auf die Schlechtwettergeldkasse zurückgreifen. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, dass Mitarbeiter Urlaubstage einbringen, um Schlechtwettertage zu überbrücken.

Wie lange dauern in der Regel die Ausfallzeiten?

Buschhaus Das war in der Vergangenheit nie länger als eine Woche. Im vergangenen Dezember waren es mal zwei, drei Tage, wo Außenarbeiten nicht möglich waren. In dieser Woche läuft draußen ebenfalls nichts. Bei minus zehn Grad ist nicht viel zu machen. Allenfalls im Tiefbau bei Notfällen, wenn beispielsweise Wasserrohrbrüche behoben werden müssen.

Wie gestaltet sich in diesem Winter allgemein die Auftragslage im Bauhauptgewerbe?

Buschhaus Wie haben natürlich ein stark saisonales Geschäft, aber die Nachfrage in diesem Winter ist deutlich höher als in den vergangenen Wintern. Besonders aus dem Gewerbebereich kommen derzeit viele Anfragen, in denen Betriebe unserer Branche aufgefordert werden, Angebote abzugeben. Bis Ende Dezember haben wir gar eine Flutwelle von Anfragen erlebt, für den Monat Dezember eigentlich ungewöhnlich viele. Jetzt muss man sehen, wie diese Anfragen auch zu Aufträgen werden können. Die Verhandlungen dazu laufen noch.

Uwe Vetter führte das Gespräch.

Quelle: RP

 
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