Solingen: Biergarten und Bioladen
VON ANNEMARIE KISTER-PREUSS - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Solingen (RP). Auf dem Gelände der ehemaligen Beckmann-Brauerei an der Schützenstraße nehmen die Planungen Formen an. Die Bezirksvertreter stimmten zu, auch wenn der fünfte Discounter in diesem Bereich nicht unumstritten ist.
Alles scheint besser als der jetzige Zustand auf dem Gelände der ehemaligen Beckmann-Brauerei an der Schützenstraße. Und so stimmte die zuständige Bezirksvertretung Burg/Höhscheid in ihrer jüngsten Sitzung der von der Verwaltung vorgestellten Planung zu. Auch wenn ein fünfter Discounter in diesem Bereich durchaus kritisch gesehen wird, wenngleich es sich nur um eine Verlängerung handelt.
Wohnungen, Altenheimplätze, schon Einiges hatte sich zerschlagen an diesem Standort, so dass die Stadt jetzt hofft, dass die Investoren ihr jetziges Vorhaben realisieren: Einen Bio-Supermarkt mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche, eine Netto-Markt-Filiale mit 800 Quadratmetern und ein Hotel im unteren Preissegment, wie es gerne von Monteuren genutzt wird. "Der Eigentümer des Geländes hat dafür offenbar bereits einen konkreten Interessenten", erklärt Karl-Heinz Schmidt, der Leiter des Stadtdienstes Planung, Mobilität und Denkmalpflege den Bezirksvertretern, die im Oberburger Feuerwehrgerätehaus tagten.
Beratung
Als Nächstes steht das Thema auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klima und Mobilität, der am 12. März tagt.
Netto-Markt wird verlagert
Der Netto-Markt werde lediglich verlegt von seinem jetzigen Standort an der Bismarckstraße. Erhalten wird der denkmalgeschützte Brauereiturm, für diesen Bereich könnten sich die Investoren Gastronomie vorstellen. Außerdem sind für alle Nutzer zusammen 105 Parkplätze vorgesehen. "Gut wäre, wenn alles zeitgleich realisiert würde, um diesen städtebaulichen Missstand dort zu beheben", sagt Karl-Heinz Schmidt. Das Gelände an der Schützenstraße 43/45 liegt seit zehn Jahren brach.
Auch die Bezirksvertreter sehen die Planung positiv. "Im Moment wirkt das Gelände wie ein Trümmergrundstück aus dem Zweiten Weltkrieg", findet Axel Birkenbeul (SPD). Zur nicht unumstrittenen Ansiedlung eines weiteren Discounters im Bereich Schützenstraße/Krahenhöhe sagte Bezirksbürgermeister Paul Westeppe: "Die Fehlentscheidung war es, den Discounter an der Schützenstraße/Zietenstraße zuzulassen." Nachdem sich dort Lidl angesiedelt hatte, konnte man den Bauantrag von Aldi in dem Bereich nicht mehr ablehnen. Der Discounter baute ummittelbar neben dem bestehenden Lebensmittelmarkt. Insgesamt zeigte sich die Bezirksvertretung trotz dieser Problematik zufrieden mit den Planungen für das Beckmann-Gelände und empfahl dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität einstimmig, der Vorlage der Verwaltung zuzustimmen. Danach steht einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach dem Baugesetzbuch nichts mehr im Weg.
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