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Solingen: Blauzungenkrankheit ausgebrochen

zuletzt aktualisiert: 30.08.2007

Solingen (RPO). Erste Fälle von Blauzungenkrankheit wurden am 8. August in Solingen und am 14. August in Remscheid registriert. Das teilte jetzt das gemeinsame Veterinäramt der beiden Städte mit. Derzeit sind sieben Solinger und fünf Remscheider Betriebe betroffen, bei 16 weiteren besteht begründeter Verdacht auf Ausbruch der Krankheit.

In der Klingenstadt sind bisher zwölf Schafe gestorben, in Remscheid vier. Auch eine Kuh musste getötet werden. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden, teilt das städtische Presseamt mit.

Die Blauzungenkrankheit ist eine nur von Stechmücken übertragene Infektionskrankheit, an der vor allem Schafe erkranken und verenden können, aber auch Rinder und Ziegen. Erkrankte Schafe können acht bis zehn Tage nach der Infektion sterben. In Solingen melden zurzeit Schafbesitzer das Verenden der Tiere jedoch nach einem nur einige Stunden dauernden Krankheitsverlauf, ohne dass die typischen Krankheitssymptome auftreten.

Dieser Verlauf liegt an der Zunahme der infizierten Mücken. Je mehr infizierte Mücken ein Schaf stechen, um so mehr Viren gelangen in das Schaf und um so dramatischer ist der Krankheitsverlauf.

Bisher hat der verregnete Sommer einen starken Mückenflug verhindert. Jeder trockene, warme Tag erhöht die Gefahr für die Tiere, von infizierten Mücken gestochen zu werden. Eine Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ist derzeit noch verboten, es existiert auch noch kein Impfstoff für die hier vorkommende Virusvariante. Um die Gefahr zu verringern, sollten die Tiere mit insektenabwehrenden Mitteln behandelt und nachts im Stall gehalten werden, rät das Veterinäramt. Für Remscheid und Solingen wird vermutet, dass der Höhepunkt der Seuche noch nicht erreicht und bis zum Beginn des Winters noch mit zahlreichen Verlusten an Schafen und Rindern zu rechnen ist.

Quelle: RP

 
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