Solingen: "Bunt statt braun" soll nicht einschlafen
VON UWE VETTER - zuletzt aktualisiert: 04.05.2010Solingen (RPO). "Der Tag war ein voller Erfolg, wir können ein positives Fazit ziehen", sagt Jan Brix, einer der Sprecher und Koordinatoren des Bündnisses "Bunt statt braun". Am 17. Mai will sich das mittlerweile über 60 Vereine, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Organisationen umfassende Bündnis treffen, um die Aktion und Demonstration vom vergangenen Samstag nachzubereiten. "Das Bündnis soll nicht einschlafen, wir werden bei diesem Treffen auch überlegen, welche Veranstaltungen zukünftig auf die Beine gestellt werden können", kündigt Jan Brix an.
Ihm schweben hier beispielsweise Veranstaltungen zur politischen Bildung vor. Regelmäßige Treffen, allerdings nicht so häufig wie im Vorfeld der Demonstration am 1. Mai gegen die rechtspopulistische "Pro NRW" und die NPD, die am Samstag zu Kundgebungen in Solingen aufgerufen hatten. "Das Bündnis umfasst ein großes Spektrum, wir werden es zusammenhalten", sagt auch Hans-Werner Bertl, der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete.
"Bunt statt braun" hatte sich schon 2007 gegründet, zu einer Zeit, als die NPD mit Info-Ständen in der Klingenstadt auftauchte. Mit friedlichem Protest sorgte das Bündnis dafür, dass es bei lediglich zwei Info-Ständen der NPD blieb. Als die rechtspopulistische "Pro NRW" ankündigte, in Solingen am 1. Mai ihre Abschlusskundgebung für die Landtagswahl durchzuführen und zuvor bereits Flyer an Schulen verteilt hatte, lebte das Bündnis "Bunt statt braun" wieder auf. Die Freie Bürger Union (FBU) selbst Mitglied im Bündnis, begrüßte gestern die starke Präsenz der Solinger am 1. Mai und das Eintreten gegen rechte Ideologien. "Das war eine deutliche Aussage. Die Bürger unserer Stadt wollen keine rechte Szene, und das ist das Signal an die Wenigen, die sich in der oberen Hauptstraße als unverbesserlich zeigten", erklärte Ratsmitglied Ulrich Hohn und FBU-Vorsitzender Bernd Müller.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



