Solingen: Burg: OB Haug soll endlich helfen
VON MARTIN OBERPRILLER - zuletzt aktualisiert: 04.09.2009Solingen (RPO). Gestern wurde die neue Weinbar auf Schloss Burg präsentiert. Doch im Restaurant darüber fehlt weiter das Geld für eine Sanierung. Der Schlossbauverein hat ein Modell zur Finanzierung entwickelt – aber das liegt seit fast einem Jahr auf Eis.
Die Betreiber der neuen Weinbar auf Schloss Burg hatten Häppchen gereicht. Etwas Leichtes für zwischendurch, was allerdings auch nicht verhindern konnte, dass den Schlossherren die Räume eine Etage drüber weiter schwer im Magen liegen. Denn das dortige Restaurant hängt im Gegensatz zum Kellergewölbe mit seiner anspruchsvollen Weinkarte auch zwei Jahre nach der Schließung in einer Art Schwebezustand. Und wie lange das noch so bleibt, ist unklar. "Vielleicht können wir das Projekt 2010 angehen", erklärte jedenfalls Gastronom Paul Clemens bei der gestrigen Präsentation der Weinbar, die nach ihrer Renovierung in neuem Glanz erscheint.
Der Verfall geht weiter
Was in Burg fehlt, ist einmal mehr das liebe Geld. Und das ist ein Grund zusätzlich für Klaus-Dieter Schulz, Vorsitzender des Schlossbauvereins, in der kommenden Woche bei Oberbürgermeister Franz Haug noch einmal eindringlich um einen Termin zu bitten. Denn schon seit fast einem Jahr hat Schulz die Idee, über die Beleihung einer anderen Immobilie, in der zurzeit noch Ex-Geschäftsführer Dr. Dirk Soechting lebt, endlich jene rund 150 000 Euro auftreiben, die der Verein für die Restaurant-Sanierung stemmen müsste.
"Und der OB hat uns auch erklärt, dass dies gehe", erklärt Schulz. Aber seitdem hat sich nichts mehr getan, wobei auf dem Schloss doch längst die Zeit drängt. Das Restaurant liegt brach, ein von den Schloss-Eigentümern, den Städten Solingen, Remscheid und Wuppertal, präferiertes neues Konzept lässt auf sich warten, ebenso ein neuer Geschäftsführer, dessen Bestellung "blockiert wird" (Schulz). Kurz: Das einzige, das voranschreitet, ist der Verfall des historischen Gemäuers.
Und den wiederum kann der Schlossbauverein nicht aufhalten. "Das ist im übrigen auch nicht unsere Aufgabe", erklärt Vereins-Chef Schulz, der – zum wiederholten Male – versucht, aufs Tempo zu drücken: "Bis zum Ende der Amtszeit von Franz Haug im Oktober brauchen wir eine Lösung der Probleme." Denn nur so könne man dann im neuen Jahr durchstarten. Drei Punkte erscheinen Klaus-Dieter Schulz entscheidend. Erstens braucht man einen neuen Geschäftsführer, weshalb der Vorsitzende auf der zurückliegenden Vorstandssitzung des Vereins die Vertreter der Städte einmal mehr aufforderte, ihre Vorstellungen vorzubringen.
Schulz: "Sonst könnten wir von uns aus auf die Suche gehen." Zweitens muss eine Rahmenregelung über die zukünftige inhaltliche wie organisatorische Ausrichtung getroffen werden. Und drittens will Schulz endlich eine Lösung des Restaurant-Problems. Denn auch hier läuft die Zeit davon. Man könne zum Beispiel schlecht erst um Ostern rum mit der Renovierung beginnen, wenn es in Burg vor Gästen nur so wimmelt, erklärt der Vereins-Chef, der darum darauf setzt, zusammen mit OB Haug zügig eine Lösung zu finden.
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