Solingen: Burg wehrt sich gegen Randale-Image
zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Solingen (RP). Seit über 35 Jahren zieht der privat organisierte Karnevalszug durch Burg. Klaus Hinger, einer der beiden Organisatoren, gibt einen Ausblick auf die Veranstaltung und lädt zum Mitmachen ein.
Herr Hinger, seit wann läuft die Planung und Vorbereitung für den diesjährigen Burger Zug?
Klaus Hinger Offiziell beginnen wir damit immer am 11. November. Die Buchungen für die Musikkapellen zum Beispiel mussten wir aber schon im Juni festlegen.
Sind Sie gut vorbereitet?
Hinger Danke, bestens. Soweit es möglich ist, haben wir unsere Vorbereitungen abgeschlossen. Die Finanzierung durch Sponsoren steht. Der Rest ist wie immer eine Überraschung, denn der Burger Karnevalszug zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass jeder spontan mitmachen kann.
Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?
Hinger Im vergangenen Jahr kamen polizeilichen Schätzungen zufolge 8 000 bis 10 000 Besucher. Das dürfte 2012 ebenfalls realistisch sein, wobei die Besucherzahlen natürlich auch vom Wetter abhängen. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass viele Leute versprochen haben zu kommen.
Zugstrecke
Stadt und Polizei setzen dieses Jahr noch mehr Beamte ein als 2011. Am Sonntag werden mindestens 75 Sicherheitskräfte im Einsatz sein.
Der Zug setzt sich am Sonntag, 19. Februar, ab 14 Uhr in der Wendeschleife am Ende der Hasencleverstraße in Bewegung. Über die Wupperbrücke ziehen die Karnevalisten bis zur Wupperinsel, wo nach dem Umzug eine Karnevalsparty stattfindet. 1100 Meter ist die Zugstrecke lang. Etwa zwei Stunden wird der Umzug dauern. Wer sich aktiv beteiligen möchte, erhält bei Klaus Hinger Informationen unter Telefon 45232.
Wer ist mit von der Partie?
Hinger Natürlich mischt die Turngemeinde Burg wieder mit, wobei unsere Frauengruppe die Besucher diesmal karnevalistisch nach Indien entführt. Fest zugesagt hat das Solinger Prinzenpaar, und wir haben weitere lokale Prominenz eingeladen. Viele aktive Teilnehmer halten dem Burger Zug seit Jahrzehnten die Treue und feiern auch diesmal mit. Neu dabei ist eine große Gruppe aus Krahenhöhe. Sie verrät nur, mit rund 70 Teilnehmern zu kommen und am Schluss des Zuges vielleicht sogar ein Tänzchen zu zeigen. Wir sind gespannt. Toll wäre es, wenn diesmal wieder der Disko-Wagen der Solinger Gymnasien auf der Wupperinsel für Partystimmung sorgen würde. Das kam 2011 vor allem bei den jungen Besuchern sehr gut an.
Wie sieht es mit den Sicherheitsmaßnahmen aus?
Hinger Bereits seit dem vergangenen Jahr sind Glasflaschen verboten. Im Vorfeld musste der gesamte Zug geplant werden. Wir haben fünf Wagen angemeldet. Sollten es mehr werden, gilt für die zusätzlichen Wagen wie für alle, dass an jedem Rad ein gekennzeichneter Ordner mitgehen muss. Außerdem müssen die Wagen voll verkehrstüchtig sein, und der Wagen muss bis 20 Zentimeter über dem Boden verkleidet sein, damit niemand darunter geraten kann.
In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Ärger mit einzelnen Jugendlichen. Was sagen Sie zu dieser Problematik?
Hinger Natürlich ist Sicherheit wichtig und wir nehmen sie sehr ernst. Geärgert hat mich allerdings, wie die Vorfälle hochgespielt wurden. Der Burger Zug ist eine Großveranstaltung und der größte Prozentsatz der Besucher ist friedlich. Von einer allgemeinen Gewaltproblematik kann überhaupt nicht die Rede sein.
Was ist neu in diesem Jahr?
Hinger Für unsere Besucher ist es wichtig zu wissen, dass diesmal im Bereich der Krahenhöhe und am Beverly bereits um 12 Uhr – gegebenenfalls sogar noch früher – statt wie sonst erst um 13 Uhr die Absperrungen aufgestellt werden.
Verraten Sie uns Ihr diesjähriges Kostüm?
Hinger Ich kann mich noch nicht so recht entscheiden. Entweder ich gehe als Pirat oder ich verkleide mich als Harlekin.
Pia Bergmeister sprach mit Klaus Hinger
Jetzt Solinger Morgenpost testen und noch heute Ihr Kennenlern-Paket sichern.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



