Solingen: Coco Teuber spielt im Tatort einen Obdachlosen
VON PIA BERGMEISTER - zuletzt aktualisiert: 01.10.2009Solingen (RPO). Im Filmgeschäft ist das Ohligser Urgestein Wolfgang "Coco" Teuber ein alter Hase. Bereits in über 150 Serien und Filmen hat der ehemalige Betreiber des Kellerkinos als Komparse mitgewirkt. "Dabei geht es mir nicht ums Geld, denn die Jobs werden ohnehin schlecht bezahlt, sondern um den Spaß beim Spielen", so Teuber.
Der 62-Jährige hat viel Bühnenerfahrung, unter anderem als Sänger der "Mods", die sich ihren Ruf als die Rolling Stones von Solingen erarbeitenden. Im Film- und Fernsehgeschäft mischt Coco Teuber, der aus der Solinger Kulturszene nicht wegzudenken und vielen bekannt ist, schon seit gut 15 Jahren mit. Am Montag ist er beispielsweise in der Krimiserie "Soko Köln" zu sehen. Außerdem hat der Ohligser vor Kurzem in Berlin ein Angebot für eine Hauptrolle bekommen: "Natürlich ist es ein Low-Buget-Film von Studenten, aber ich habe mich trotzdem sehr über diese Möglichkeit gefreut und werde meine Chance nutzen", so Coco Teuber.
Schon in zehn Tatorten dabei
Durch sein dichtes Netz von Bekannten und Freunden habe er Kontakte zur Film- und Fernsehbranche knüpfen können. Mit dem Tatort ist die Solinger Kultfigur schon bestens vertraut. Zehnmal spielte er in der beliebten Sonntagabendfilmreihe mit. "Erst vor ein paar Wochen habe ich im Tatort Münster mitgespielt, der bald ausgestrahlt wird."
Aktuell steht jedoch erst einmal der Tatort des kommenden Sonntags an, den die ARD um 20.15 Uhr zeigt. Die Folge "Platt gemacht" erzählt die Geschichte eines jungen Obdachlosen, der ermordet worden ist. Die Flasche Wein, von der er zuletzt getrunken hatte, war mit einem Frostschutzmittel versetzt. Die Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) tauchen bei ihren Ermittlungen tief in das Milieu der Menschen am Rande der Gesellschaft ein. Coco Teuber ist als Obdachloser zu sehen.
"Ich hatte im Dezember vergangenen Jahres insgesamt fünf Drehtage und bin schon sehr gespannt auf die Ausstrahlung", freut er sich. Eine besondere Ehre ist es dem Solinger gewesen, dass er an der Seite von so vielen bekannten Schauspielern am Tatort mitwirken durfte. Diesmal seien sogar die Musikgruppe "Höhner" und der Volksschauspieler Peter Millowitsch mit dabei gewesen. Nervös machen Teuber die Prominenten am Drehort nicht: "Ich kenne das ja alles schon und genieße es einfach", sagt er wie immer gelassen. Noch viele Jahre möchte Teuber, der nach eigenen Angaben schon immer "reich und berühmt" werden wollte, als Komparse arbeiten. "Am Sonntag würde ich mich freuen, wenn viele Solinger den Tatort sehen würden", wünscht er sich.
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