Solingen: Cramer Kuhn Kluttig Rumpf
zuletzt aktualisiert: 01.11.2008Solingen (RPO). Frank Cramer, geboren in Essen, studierte an der dortigen Folkwang Hochschule und an der Musikhochschule in Hamburg bei Horst Stein. Erste Engagements führten ihn an das Staatstheater Oldenburg und anschließend als stellvertretenden Generalmusikdirektor an das Mainfranken Theater Würzburg. Seit seinem viel beachteten Erfolg mit Verdis Aida in der Arena von Macerata 1989 ist Frank Cramer als Konzert- und Operndirigent in Europa, (unter anderem Wien, Zürich, Basel, Bern, Budapest, Florenz, Turin, Genua, Sevilla, Berlin, Köln, Hamburg, Düsseldorf- Duisburg) den USA, Ostasien und Südafrika zu Gast. Sein Repertoire reicht dabei von Mozarts Le Nozze di Figaro über Wagners Tristan und Isolde und Strauss‘ Salome bis zu Bergs Wozzeck.
Vorliebe Beethoven
Im Konzert engagiert sich Frank Cramer neben seiner besonderen Nähe zu Beethoven, Mozart, Mahler und insbesondere Bruckner immer wieder gerne auch für Komponisten abseits des gängigen Repertoires wie zum Beispiel die Spätromantiker Zemlinsky, Korngold und Nielsen oder Komponisten wie Messiaen, Lutoslawski, Schönberg und Webern. Cramer war Gast bei der Münchener Biennale, beim Budapester Frühlingsfestival (Ungarische Nationalphilharmonie) und beim Tongyeong International Music Festival in Südkorea. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen für den WDR, das ZDF, den BR, den MDR Leipzig, das Schweizer Radio DRS und Radio- televisione Italiana dokumentieren seine Arbeit. Für das Label Dacapo hat Frank Cramer alle Sinfonien des dänischen Spätromantikers Ludolf Nielsen mit den Bamberger Symphonikern und dem Danish Philharmonic Orchestra auf CD eingespielt. Frank Cramer lebt in München und ist Dozent für Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik in Karlsruhe
Der gebürtige Karlsruher ist seit der Spielzeit 1998/99 Generalmusikdirektor des Theaters Bielefeld. Hier dirigierte er unter anderem Turandot, die Uraufführung von Die Geschichte von der Schüssel und vom Löffel, Eugen Onegin, Hoffmanns Erzählungen, Rusalka, Lulu, Othello, Così fan tutte, Madame Butterfly, Die Zauberflöte, Jenufa, Margarethe, Un Ballo in Maschera, Die Meistersinger von Nürnberg, Amerika, Der fliegende Holländer, Norma, Don Carlos Der Rosenkavalier, Pelléas, Die Hochzeit des Figaro und vieles mehr. Im Jahre 2000 erhielt er zusammen mit den Bielefelder Philharmonikern die Auszeichnung des Deutschen Musikverleger-Verbandes für das beste Konzertprogramm der Saison 1999/2000.
GMD in Bielefeld
Kuhn begann sein Dirigierstudium 1985 bei Hans Herbert Jöris und Lutz Köhler an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, das er 1992 mit dem Konzertexamen abschloss. 1990 erhielt er den Förderpreis des Niedersächsischen Kultusministeriums. Sein erstes Theaterengagement hatte er von 1990 bis 1995 als Repetitor und Kapellmeister am Theater Dortmund, 1995 wurde er 1. Kapellmeister am Luzerner Theater. 1998 wechselte Peter Kuhn als Generalmusikdirektor zum Theater Bielefeld.
Der 1968 in Radeberg Geborene hat sich als Operndirigent und mit außergewöhnlichen Konzertprogrammen vom Barock bis zur neuesten Musik einen Namen gemacht. Zu der unter seiner Leitung an der Stuttgarter Oper entstandenen und 2006 erschienenen Live Einspielung von Schönbergs Moses und Aron heißt es in einer Besprechung des Westdeutschen Rundfunks Köln: „Außergewöhnlich plastisch, sehr beweglich und mit starken Konturen führt Kluttig die große Mannschaft des Hauses; kraftvoll, spannungsreich, aber auch lyrisch und klar klingt dieser Schönberg“.
Frank Zappas Orchesterwerke
Nach erfolgreichen Debüts hat Roland Kluttig mittlerweile mehrfach mit den Rundfunk-Sinfonieorchestern in Stuttgart, Frankfurt, Berlin, Freiburg und Leipzig, dem Deutschen Sinfonieorchester, dem Berliner Sinfonieorchester, dem Residentie Orkest den Haag, Iceland Symphony, Klangforum Wien, Collegium Novum Zürich und ASKO Amsterdam zusammengearbeitet. Bei der Dresdner Philharmonie debütierte er zuletzt mit Edgard Varese „Ameriques“ und den kaum gespielten großen Orchesterwerken von Frank Zappa.
An der Stuttgarter Staatsoper hatte er zwischen 2000 und 2004 als Kapellmeister und Assistent von Lothar Zagrosek u. a. die Premiere von Morton Feldmans Neither, und Wiederaufnahmen von Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“geleitet. Die von ihm geleitete Uraufführung von Richard Ayres Oper The cricket recovers“beim Aldeburgh Festival wurde vom „Independent“ in England zur „besten Opernproduktion 2005“ gewählt. Nach seinem Studium in Dresden arbeitete er mit Peter Eötvös, John Eliot Gardiner und Sylvain Cambreling zusammen und wurde vom Deutschen Musikrat und der Herbert-von- Karajan Stiftung gefördert.
Alexander Rumpf, 1958 in Stuttgart geboren, stammt aus einer Musikerfamilie und wuchs in Remscheid auf. Sein Vater war Generalmusikdirektor der Remscheider Symphoniker. Bereits in jungen Jahren erhielt er Unterricht in Klavier, Trompete, Violoncello und Orgel. Nach dem Abitur studierte er Dirigieren in Düsseldorf und Evangelische Kirchenmusik in Köln.
Nach zwei Jahren der Förderung in der Bundesauswahl des Deutschen Musikrats trat Alexander Rumpf 1984 sein erstes Engagement als Solorepetitor am Staatstheater Darmstadt unter Hans Drewanz an. Nach ersten Nachdirigaten und eigenen Einstudierungen stieg er dort zunächst zum Zweiten und dann zum Ersten Koordinierten Kapellmeister auf. Von 1992 bis 1997 war er als Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD am Theater Hagen engagiert; es folgte von 1997 bis 2001 die Verpflichtung in gleicher Position am Theater Dortmund, wo er zwei Uraufführungen und mehrere deutsche Erstaufführungen in der Regie von John Dew dirigierte. Seit der Spielzeit 2001/2002 ist er Generalmusikdirektor in Oldenburgischen Staatstheater.
Gastspiele
Alexander Rumpf hat als Gastdirigent mit renommierten deutschen Rundfunk- und Sinfonieorchestern und an namhaften Opernhäusern wie der Deutschen Oper Berlin gearbeitet. Auslandsgastspiele führten ihn unter anderem nach Venezuela und Taiwan. Regelmäßig dirigiert er als Gast das BBC Symphony Orchestra in London und im November 2004 erfolgte sein überaus erfolgreiches USA-Debüt, als er binnen weniger Tage an der San Francisco Opera für Ligetis Le Grand Macabre einsprang. Von Rumpf liegen CD-Einspielungen der Oper Kniefall in Warschau von Gerhard Rosenfeld, Macbeth von Ernest Bloch und Der arme Heinrich von Hans Pfitzner vor.
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