Solingen: Damen präsentieren sich in Hochform
VON ULRIKE KOHL - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Solingen (RP). Das Klingenstädter Fanfarencorps hatte zur Damensitzung in den Bergischen Hof in Aufderhöhe eingeladen, und die Stimmung schlug von Anfang an hohe Wellen. Alle Damen waren bunt kostümiert und hatten ihren Spaß.
Die Stimmung im Saal des Bergischen Hofes in Aufderhöhe war schon ziemlich hoch, bevor das offizielle Programm überhaupt begonnen hatte. Von Weitem war Gesang zu hören, und im Saal selbst heizte Alleinunterhalter Bodo Schubert den Damen richtig ein.
Das Klingenstädter Fanfarencorps hatte zur Damensitzung geladen, und der Saal platzte aus allen Nähten. Da waren Eisbären zu sehen ("außen cool, innen heiß"), Piraten tanzten mit Clowns, Hexen und Meerjungfrauen waren wohl in der Überzahl. Als Meerjungfrau hatte sich auch Christel Andert kostümiert, die zum vierten Mal die Damensitzung moderierte. Ihr zur Seite stand als Adjutantin Tanja, ein Krake mit enormen Tentakeln.
Jecke Schlagbaumer
Mit rund 20 Personen waren "Die Jecken vom Schlagbaum" vertreten. Mit ihren Männern werden sie wie schon so oft auch am Rosenmontagszug teilnehmen, erzählt ihre Vorsitzende Gudrun Hörning. Sie erhielt bereits für besondere Verdienste den Orden "Honoris Causa Solagon".
Besonders lauter Schlachtruf
Eigentlich haben Männer auf einer Damensitzung ja nichts zu suchen. Aber der Vorsitzende der "Klingenstädter" als Gastgeber, Axel Hawranke, durfte ausnahmsweise ein Grußwort sprechen. "Ich will euch nicht aufhalten", meinte er und berichtete stolz, dass die Damensitzung der Klingenstädter bereits auf eine 30-jährige Tradition zurückblicken kann. Dann hatte er es aber eilig: "Ich halte euch nicht auf – bin schon weg!" "Mehr können die Kölner euch auch nicht bieten", war Christel Andert stolz auf das Programm, das die Damen zu erwarten hatten. Auch auf den besonderen Schlachtruf des Fanfarencorps war sie stolz: "Klingen-städter" kam von den Damen so kräftig heraus, dass sie die Männer übertrafen.
Natürlich gaben die Gastgeber mit dem ersten Programmpunkt ein Konzert, Feuerwehrmann Kresse kam auf Inlinern und bekam für seine kurzweilige Darbietung eine Rakete. Die Musikgruppe "De Cöllner" heizten den Damen ganz schön ein, ebenso wie die "zwei Trompeter", die teils auf den Stühlen stehend ihre Instrumente singen ließen. Das "Pittermännchen" unterhielt die Anwesenden, und zur Freude der Damen kam das Kölner Urgestein Maritta Köllner. Wie immer ein Augenschmaus war die Tanzgruppe der Klingenstadt Solingen (TKS).
Den meisten Applaus bekam natürlich das Solinger Prinzenpaar. Bernd I. und Bettina I. zogen angeführt von ihrer Tanzformation Schiwa in den Saal und sorgten für einen besonderen Höhepunkt. Ausnahmsweise wurde hier zunächst Bettina begrüßt, schließlich war es ja eine "Möhnenveranstaltung". Bernd hat sonst immer das erste Wort, Bettina das letzte. Am Sonntag war es eben mal umgekehrt.
Natürlich gab es da auch noch Marco, den Nummernboy: Seine Uniform vom Beginn hatte auf der Rückseite das Wort "Police" stehen. Zuerst fiel nur die Jacke, im Laufe des Nachmittags kam er im roten Hemd, dann im Kampfanzug und im gestreiften Höschen, bis zum Schluss ein Etwas von Nichts zu sehen war. Aber sein Hüftschwung war schon sehenswert.
Christel Andert hatte recht: Ein solches Programm können wohl auch die Kölner kaum toppen. Vielleicht lag es aber auch nur am Solinger Damen-Publikum.
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