Solingen: Debatte über Integrationspolitik
zuletzt aktualisiert: 29.02.2008Solingen (RPO). Die Irritationen, die der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Anfang Februar bei seinem Deutschlandbesuch sowie seinem Auftritt in der Kölnarena ausgelöst hatte, sind noch gegenwärtig. Er hatte vor der Bundesregierung mehr Anstrengungen für die Integration der in Deutschland lebenden Türken gefordert.
Unter anderem warb der türkische Ministerpräsident dafür, in Deutschland türkischsprachige Gymnasien zu gründen. Die Türkei sei bereit, Lehrer an deutsche Schulen zu entsenden. Auch türkischsprachige Universitäten müsse es geben. „Wissenschaft kennt keine Grenzen“, fügte Erdogan hinzu. Entzündet hatte sich die Debatte über die deutsche Integrationspolitik auch an dem Satz Erdogans, Assimilation sei ein Vergehen gegen die Menschlichkeit.
Für den Merscheider Apotheker Necattin Topel, Vorsitzender des Spektrum Bildungs- und Dialogvereins, bedeutet Integration: „Anpassung ohne Verlust der eigenen Identität.“ Bildung ist für ihn Voraussetzung für die Integration: Hier bestehe Nachholbedarf.
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