Solingen: Delegation besucht Partnerstadt in Israel
zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Solingen (RP). Ein vollgepacktes Programm erwartete die Solinger Delegation gleich am ersten Tag ihres Besuchs in der israelischen Partnerstadt Ness Ziona. Bürgermeister Yossi Shvo (72) empfing die Gäste aus der Klingenstadt mit OB Norbert Feith an der Spitze und stellte seine Stadt vor.
Einem Vortrag über das moderne Ness Ziona folgten Visiten in zwei Schulen, einem Seniorenzentrum und dem Hotline- und Sicherheitszentrum des Rathauses. Außerdem besuchte die Solinger Abordnung die Gedenkstätte für die seit 1889 gefallenen Soldaten der Stadt.
Aus Anlass des Tu be Shewat, Neujahrstag des Baumes, wurden überall in der Stadt junge Bäume als Symbol des Lebens gepflanzt. Auch die Mitglieder der Solinger Delegation nahmen daran teil und pflanzten Bäumchen, darunter Lorbeer und Granatapfel.
25 Jahre Partnerschaft
Gestern Abend gab es eine offizielle Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. Heute wird die Delegation zum See Genezareth fahren, und am Donnerstag steht ein Besuch in Jerusalem und der Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Programm.
Ness Ziona wachst dynamisch. Zählte es 1990 noch 20 000 Einwohner, so sind es heute fast doppelt so viele. Jahr für Jahr kommen rund 1000 neue Bürger dazu. Die entsprechende Bautätigkeit ist unübersehbar: gepflegte Hochhaussiedlungen entstehen, und allein 15 Kindertagesstätten und zwei Schulen sind derzeit im Bau.
Ein großes Problem ist der Wassermangel. Deshalb spielt Meerwasserentsalzung eine immer wichtigere Rolle bei der Trinkwassergewinnung in Israel. Auch ökologische Fragen werden ernst genommen, und schon in Kindergärten und in den Grundschulen thematisiert. Ness Ziona hat vor fünf Jahren die Mülltrennung für alle Haushalte eingeführt, als Pilotprojekt in Israel.
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