Solingen: Den Dschungel gelichtet
VON GÜNTER TEWES - zuletzt aktualisiert: 30.10.2009Solingen (RPO). Mit neuen Ideen und tatkräftiger Unterstützung will der Förderverein das ehemalige Freibad Aufderhöhe zu einem attraktiven Freizeitpark ausbauen. Ein-Euro-Jobber haben den zuwachsenen Dschungel im Josefstal jetzt gelichtet.
Christian Coblenz, Dirk Schieferdecker und all die anderen hätten sich vor einem Jahr ihr heutiges Arbeitsergebnis wohl kaum vorstellen können. "Es war ein Dschungel", erinnern sie sich an den Zustand des ehemaligen Freibades Aufderhöhe. Davon ist heute nichts mehr zu sehen – dank des tatkräftigen Einsatzes der beiden 29 und 54 Jahre alten Familienväter sowie ihrer gut 30 Kollegen, die im Ein-Euro-Jobber-Team in den vergangenen zwölf Monaten ganze Arbeit geleistet hatten.
"Die Anlage ist uns ans Herz gewachsen", sagen Coblenz und Schieferdecker. Sie haben gemeinsam mit den anderen die drei Meter hohe Hecke, die bis an den Beckenrand wucherte, samt armdicker Wurzeln aus dem Boden gerissen, die Boule-Bahn mit der Hand ausgeschachtet und an der Tischtennis-Platte einen neuen Fußboden gelegt. Beim Anstreichen des früheren Freibad-Kiosks im Hundertwasser-Stil haben sie ebenfalls mitgearbeitet. "Es gab viel zu tun." Jugendraum sowie Gaststätte wurden neu gestaltet. Außerdem sind unter anderem neue Versorgungsrohre unter den Plattenwegen verlegt worden.
Förderverein
Letzte Badesaison im Freibad Aufderhöhe war 1990. Danach wurde das Freibad wegen Kanalproblemen geschlossen.
1996 hat sich ein Förderverein gegründet. Seit zwei Jahren betreibt dieser das Gelände eigenverantwortlich, hat es von der Stadt übernommen.
Der Förderverein hat heute gut 100 Mitglieder.
Lärmschutzgutachten liegt vor
"Die Entscheidung des Fördervereins, das Freibadgelände zu erhalten, um für die Bürger in Aufderhöhe eine Freizeitanlage zu erstellen, ist und bleibt für uns eine große Herausforderung", betont Manfred Heim, Vorsitzender des Fördervereins Freizeitpark Aufderhöhe. Mit einer Grill-Feier hat sich der Verein gestern bei allen Mitarbeitern des Internationalen Bundes (IB), der GABE und der Arge für die geleistete Arbeit in der Anlage bedankt.
Jetzt endet die einjährige Qualifizierungsmaßnahme für junge Menschen und Langzeitarbeitslose. "Wir wünschen uns, dass es im Frühjahr weiter geht", berichtet Gundi Hübel-Dorn vom IB. Fördervereins-Vorsitzender Heim ist zuversichtlich, dass die Arbeiten mit Unterstützung der Arge im nächsten Jahr weiter gehen, "um für die Jugend, junge Familien, Senioren und allen Bürgern in Aufderhöhe eine Freizeitanlage zu erstellen".
Der Förderverein hat ein Lärmschutzgutachten erstellen lassen. Heim ist froh, dass dieses die Möglichkeit eröffnet, den Freizeitpark im Rahmen der Lärmschutzvorgaben auszubauen. "Wir hoffen, dass sich die Aufderhöher mit der Anlage identifizieren. "Uns ist es wichtig, die Vereine einzubinden", erklärt er und verweist auf die Klingenstädter und die Chorgemeinschaft Aufderhöhe, die hier bereits ihre Sommerfeste gefeiert haben. "Auch die Schützen sind sehr interessiert."
Vorstandsmitglied Paul-Werner Speck setzt insbesondere auch auf die Unterstützung der Schulen, um neben dem Zeltlager und den Ferien(s)pass-Aktionen noch mehr für Jugendliche zu ermöglichen. Ziel sei es, schon bei jungen Leuten eine Mitverantwortung für die Anlage zu entwickeln.
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