Solingen: Die Pegel sinken weiter
zuletzt aktualisiert: 11.01.2011Solingen (RPO). Nachdem bereits im November nur wenige Zentimeter gefehlt haben, um Unterburg unter Wasser zu setzen, ist der Stadtteil auch am vergangenen Wochenende mit einem blauen Auge davon gekommen.
"Wir haben Glück gehabt", sagte Feuerwehrsprecher Michael Stachelhausen, der mit seinen Kollegen seit Sonntagmorgen im Einsatz war. "Ab 16 Uhr sind die Pegel gefallen und auch nicht wieder angestiegen." Wenn es nicht weiter regnet, könne erst einmal Entwarnung gegeben werden.
"Allerdings kontrolliert die Freiwillige Feuerwehr aus Burg weiterhin regelmäßig die Pegelstände. Wir halten über eine automatische Pegelstandsabfrage die Werte ebenfalls im Blick." Der Parkplatz unter der Seilbahn ist weiterhin nicht benutzbar, teilt die Stadt mit.
"In Anbetracht der Regenmengen und der durch die Schneeschmelze zu erwartenden Wassermengen verlief das Tauwetter im Bergischen Land relativ glimpflich", hieß es gestern vom Wupperverband. Rund 48 Liter pro Quadratmeter habe es zwischen Donnerstag und Sonntag geregnet, hinzu kam der durch den schmelzenden Schnee hohe Wasserabfluss, rund 105 Liter pro Quadratmeter.
Am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal stieg die Wupper am Sonntag auf bis zu 1,63 Metern an, gestern Mittag lag er bei rund 1,40 Metern. Auch der Eschbach führte viel Wasser, trat aber nicht über die Ufer: Vom Höchststand von 73 Zentimetern am Sonntag war er gestern bereits wieder auf 36 Zentimeter gefallen.
"Der Wupperverband hat freie Kapazitäten in seinen Talsperren zur Speicherung des Regen- und Tauwassers genutzt." Gestern wurden rund 50 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus der Wupper-Talsperre abgelassen, um den Hochwasserschutzraum für weiteren Regen und Tauwasser frei zu machen.
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