Solingen: Durch Sanierung Heizkosten sparen
VON BASTIAN GLUMM - zuletzt aktualisiert: 29.09.2008Solingen (RPO). Die Energiepreise steigen kontinuierlich, der demografische Wandel wird zunehmend zu einem Thema und auch der Klimaschutz wird sich in naher Zukunft zu einem Schwerpunkt entwickeln. Ein Großteil der Wohnungen im Bergischen Städtedreieck erfüllt noch immer nicht die Anforderungen, um diesen Schwierigkeiten effektiv zu begegnen.
Deshalb gingen die Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius und der Landtagsabgeordnete Horst Becker (beide Bündnis 90/Grüne) auf eine wohnungspolitische Reise durch die drei bergischen Großstädte. Die Politiker nahmen auf ihrer Rundfahrt zuerst die Liegenschaften des Beamten-Wohnungsbauvereins an der Beckmannstraße unter die Lupe. Dort wurden Altbauten energetisch saniert und neue Wohnhäuser unter modernen Gesichtspunkten gebaut. „Es ist interessant zu sehen, dass sich auch die Genossenschaften der Problematik stellen und sanieren“, sagte Horst Becker.
Energiekosten sparen
Durch den Einsatz von Wärmepumpen und moderner Dämmtechnologie werden Energiekosten eingespart. Aber auch Barrierefreiheit war bei der Umgestaltung der Wohnungen ein wichtiger Aspekt. „Für uns ist es wichtig, Leerstände zu vermeiden und Mieter zu halten“, betonte Karin Spiewak-Berg vom Beamten-Wohnungsbauverein. Deshalb habe man sich bei der konzeptionellen Ausrichtung der neuen Wohnflächen so orientiert, dass ein generationenübergreifendes Wohnen möglich sei. Damit habe die Siedlung an der Beckmannstraße Modellcharakter weit über Solingens Stadtgrenzen hinaus.
„Als große Aufgabe sehe ich in den kommenden Jahren die energetische Sanierung von Bestandswohnungen“, erklärte Bettina Herlitzius, die als wohnungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Bundestag fungiert. Sanierungsmaßnahmen werden vom Land gefördert. „Doch das Land gibt in diese Richtung einfach nicht genug Geld“, meinte Horst Becker. Während der Klimaschutz eine große Rolle bei Sanierungsüberlegungen spielt, ist für die Mieter der Blick auf die Nebenkostenabrechnung ausschlaggebend. „Es ist eben nicht nur eine Frage des Klimas, sondern auch des sozialen Gleichgewichts“, erläuterte Becker.
Wohnungen werden saniert
Vor allem der demografische Wandel mit einer stetig älter werdenden Gesellschaft würde die Genossenschaften vor große Herausforderungen stellen. „Die Altersarmut ist ein wichtiges Thema, auf das wir unbedingt eingehen müssen“, sagte Karin Spiewak-Berg. Einen weiteren Schritt in Richtung modernes Wohnen wird der Beamten-Wohnungsbauverein in Kürze gehen. Dann sollen die über 50 Jahre alten Wohnungen der Siedlungen an der Guntherstraße und am Nachtigallenweg saniert werden.
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