Solingen: Ebbinghaus: Aus Ende November steht fest
zuletzt aktualisiert: 07.11.2009Solingen (RPO). Die Mitteilung des Insolvenzverwalters fiel kurz und bündig aus – und kappte alle noch bestehenden Hoffnungen der verbliebenen Mitarbeiter beim insolventen Lohn-Lackierer Ebbinghaus, es könne für sie in der Firma noch eine Zukunft geben. "Es bleibt bei den zum 30. November ausgesprochenen Kündigungen", erklärte Insolvenzverwalter Dr. Marc d'Avoine gestern Nachmittag per Fax.
Damit dürfte feststehen, dass Ende des Monats in dem neuen Unternehmensgebäude am Höhscheider Weg definitiv Schluss ist. In den vergangenen Tagen waren zwar noch einmal Gerüchte aufgekommen, es könne unter Umständen doch bis Januar weitergehen. Und auch Rechtsanwalt Robin Schmahl, der bei der Wuppertaler Kanzlei ATN wie d'Avoine mit dem Fall befasst ist, hatte zuletzt gegenüber unserer Zeitung betont, man werde bis zum Ende weiter nach einem Investor suchen, der bereit sei, in die 1923 gegründete Traditionsfirma in Solingen einzusteigen. Allerdings, ein potenzieller Geldgeber, der vor einigen Wochen ins Spiel gebracht worden war (wir berichteten), war da schon wieder abgesprungen, da ihm die Rahmenbedingungen nicht gepasst hatten. Und der mit der Suche nach Übernehmern beauftragte Makler hatte es in Zeiten der Krise besonders schwer gehabt, Interessenten für Ebbinghaus zu finden. "Damit hat die weltweite Krise, die insbesondere die Automobilindustrie erfasst hat, ein weiteres Opfer gefordert", resümierte gestern Marc d'Avoine ernüchtert.
Tatsächlich aber war das Unternehmen mit rund 70 Beschäftigten, dass noch 2008 Millionen in den neuen Standort in Aufderhöhe investiert hatte, bereits vor der Krise in die roten Zahlen gerutscht. Wie es mit dem Neubau weitergeht, ist unklar. Robin Schmahl jedenfalls wollte Gerüchte in der Politik nicht bestätigen, nach denen dort eventuell die MTV Metallveredelung angesiedelt werden könnte. Schmahl zur Morgenpost: "Davon ist mir nichts bekannt."
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