Solingen: Einigung im Tarifstreit der Müllwerker
VON MARTIN OBERPRILLER - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009 - 11:43Solingen (RPO). Eine jährliche Zusatzzahlung von 1750 Euro pro Mann bei einer gleichzeitigen Leistungserhöhung von sieben Prozent, weil in Zukunft eine Kolonne wegfällt - nachdem Peter Schneider, zuständiger Sekretär der Gewerkschaft Verdi Freitagmorgen den 68 Solinger Müllerwerkern die Eckdaten zu dem jetzt ausgehandelten neuen Tarifvertrag präsentierte, steht fest, dass der Tarifstreit bei den Entsorgungsbetrieben Solingen beendet ist.
"Wir sind zufrieden", erklärte Schneider im Gespräch mit unserer Redaktion. Besonders wichtig aus Sicht der Beschäftigten: Der jetzt ausgehandelte Haustarifvertrag, der nach der Kündigung des alten Kontrakts im vergangenen Jahr durch die Arbeitgeber nötig wurde, gilt für alle Müllwerker. Auch jene, die nachträglich eingestellt wurden oder noch werden, sind damit bereits länger beschäftigten Kollegen gleichgestellt.
Damit ist jene "Zwei-Klassen-Gesellschaft" vom Tisch, gegen die Verdi in der vergangenen Woche sogar mit einem Warnstreik zu Felde gezogen war. Die Gewerkschaft wertete den jetzt erzielten Kompromiss dementsprechend als vollen Erfolg. "Auch die Mitbestimmung ist erhalten geblieben", sagte Schneider, dessen Gewerkschaft das Thema Rkommunalisierung im kommenden Jahr verstärkt auf die Agenda in Solingen setzen will.
Verdi will auch angesichts der wieder aufgeflammten Diskussion um einen Rückkauf der Stadtwerke-Anteile vom Mannheimer Versorger MVV eine Veranstaltung zum Thema durchführen. Dabei geht es aber nicht allein um die Stadtwerke. "Wir brauchen eine neue Konzeption für den Konzern Stadt", forderte Schneider.
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