Solingen: Entspannt zurücklegen
VON ANNEMARIE KISTER-PREUSS - zuletzt aktualisiert: 13.03.2007Solingen (RPO). Mit den Tschechow-Einaktern „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ will das Ensemble Profan seinem Publikum eineinhalb Stunden bester Unterhaltung bieten nach dem Motto: sehen, hören und sich wohlfühlen.
Termine
Die beiden Einakter „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ von Anton Tschechow sind in drei Vorstellungen auf der Studiobühne im Theater und Konzerthaus zu sehen. Am 28., 29. und 30. März beginnen die Vorstellungen dort jeweils um 19.30 Uhr. Das Ensemble Profan spielt unter der Regie von Michael Tesch. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse, Restkarten an der Abendkasse. Eintritt: 13 Euro.
Den Komödienaspekt hat Regisseur Michael Tesch dieses Mal in den Vordergrund gestellt, als es um die Besetzung der Rollen in den beiden Einaktern von Anton Tschechow ging. „Manche Rollen sind geschlechterübergreifend besetzt, da spielen auch manchmal Frauen die Männerrollen“, erläutert der Regisseur. Gespielt werden „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ anstatt der geplanten Produktion von Henrik Ibsens Gespenstern. Gespielt wird an drei Abenden, am 28., 29. und 30. März jeweils um 19.30 Uhr im Theater.
Auch wenn der Zuschauer bei diesen Einaktern gleich zu Beginn das Ende ahnen kann, bleibt es dennoch spannend, denn er fragt sich, was bis dahin passiert. Denn den Schauspielern des Ensembles bieten die beiden Einakter des russischen Arztes, Menschenkenners und Autoren Anton Pavlovic Tschechow alle Möglichkeiten, ihre Talente auszuspielen.
Skurrile Lustspiele
Die beiden Einakter gelten als skurrile Lustspiele und sie zählen daher zu den bühnenwirksamsten Einaktern, die seit ihrer Uraufführung 1889 in Moskau immer wieder auf den Bühnen der Welt zu sehen waren. Und auch wenn die Dialoge manchmal vor Bosheit funkeln, steht am Ende ein Lächeln des Autors, der auch als Arzt in die Seelen der Menschen schaut.
Zu den berühmtesten Bühnenstücken von Tschechow, der 1860 als Sohn eines Kaufmanns in der russischen Hafenstadt Taganrig geboren wurde, zählen neben „Die Möve“ auch „Der Kirschgarten“, „Drei Schwestern“ und „Onkel Wanja“. „Alle Arbeiten Tschechows kennzeichnet der genaue aber auch verständnisvolle Blick auf Schwächen und Laster. Den leichten, oft versteckten Humor will das Ensemble zur Freude der Zuschauer ans Licht holen, ohne gelegentliche Melancholie in den Hintergrund zu drängen. Die Zuschauer dürfen sich auf beste Unterhalten freuen ähnlich wie bei „Der Anfang vom Ende“ von Sean O’Casey.
Nach der Sommerpause will das Ensemble Profan seinen Anhängern erneut zwei Aufführungen des Klassikers „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams präsentieren, wiederum auf der Studiobühne im Theater und Konzerthaus. Dabei werden die Darsteller am 21. und 22. August erstmals auf dem neuen Bühnenboden stehen, der in der Sommerpause eingebaut wird.
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