Solingen: Erst Schnee, dann Streik: Busse stehen still
VON UWE VETTER - zuletzt aktualisiert: 03.02.2010Solingen (RPO). Nach den festgefahrenen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erhöht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi jetzt den Druck und kündigt Warnstreiks auch in Solingen an. "Ab 12.30 Uhr werden die Beschäftigten im Städtischen Klinikum aufgefordert, die Arbeit nieder zu legen", erklärte Willi Oberländer von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Rhein-Wupper auf Anfrage unserer Zeitung. Verdi-Geschäftsführer Jürgen Krause wird hier zu den Streikenden sprechen.
Am morgigen Donnerstag sollen die Warnstreiks dann erheblich ausgeweitet werden. "Dann sind die anderen Bereiche des öffentlichen Dienstes dran wie Busse, Müllabfuhr und auch die Stadtverwaltung", teilt Verdi Rhein-Wupper mit und ergänzt: "Der Warnstreik wird ganztägig sein."
Berufsverkehr beeinträchtigt
Ab 8 Uhr am Donnerstag werden die Beschäftigten des Müllheizkraftwerkes an der Sandstraße die Arbeit niederlegen. "Die Busse werden schon zu einem früheren Zeitpunkt nicht fahren", kündigt die Gewerkschaft an. Pendler, die auf Busse angewiesen sind, um zu Arbeit zu kommen, müssen sich also Alternativen überlegen. Auch die Beschäftigten der Stadtverwaltung sollen morgen mit in die Warnstreiks einbezogen werden. Der stellvertretende Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung, Wolfgang Link, hatte gegenüber unserer Zeitung allerdings erklärt, dass die städtischen Kindertagesstätten nicht bestreikt würden.
Nachdem die Tarifverhandlungen in Potsdam ergebnislos abgebrochen wurden, hatte Verdi-Chef Frank Bsirske zu bundesweiten Warnstreiks am heutigen 3. Februar aufgerufen. Die Gewerkschaften fordern für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den Städten und im Bund fünf Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeberseite hatte diese Forderung als "maßlos" abgelehnt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



