Solingen: Es gemeinsam geschafft
VON GÜNTER TEWES - zuletzt aktualisiert: 03.10.2009Solingen (RPO). Gestern wurde der Erweiterungsbau der Geschwister-Scholl-Gesamtschule eingeweiht. Dadurch kann den Schülern jetzt ein umfassendes Nachmittags-Betreuungskonzept geboten werden. 2010 folgt der Ausbau Querstraße.
Das Ergebnis ihrer Bemühungen hatten die Gäste bei der gestrigen feierlichen Einweihungsfeier an der Uhlandstraße direkt im Blick: den neuen Erweiterungsbau für den Ganztag der Scholle, der sich ideal in die bestehenden Unterrichtsgebäude einpasst, so, als hätte er schon immer dort gestanden. "Wir haben es gemeinsam geschafft", zeigte sich Ingeborg Friege, Leiterin der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, sichtlich erfreut und würdigte den Einsatz der vielen Mitstreiter. Eltern, Schüler, Lehrer, Stadtverwaltung, Politiker sowie all die anderen, die mitgekämpft hätten, könnten stolz sein auf das neue Schulgebäude. Ihr Fazit: "Es hat sich gelohnt, sich einzumischen, nicht aufzugeben. Jetzt wollen wir den Bau mit Leben füllen." Denn das neue Nachmittagskonzept eröffnet umfassende Möglichkeiten, die Kinder zu fördern.
"Nutzt die Chancen, die sich mit dem Ganztag bieten", appellierten die Schülersprecher Jan de Lede und Ferhat Erat an ihre Mitschüler. "Wir als Eltern haben uns bewusst dafür entschieden, unsere Kinder an der Scholle anzumelden", demonstrierten Simone Herweg und Hartmut Eberhardt von der Schulpflegschaft Geschlossenheit.
Ein wichtiges Zeichen
Für Stadtkämmerer Ralf Weeke hat diese Geschlossenheit der Ganztagsmitstreiter und der Schulgemeinde Symbolkraft. "Viele Beteiligte haben an einem Strang gezogen. Das ist für Solingen ein wichtiges Zeichen", zeigt der Kämmerer mit Blick auf die immer schwieriger werdende Finanzlage der Stadt den Weg auf, um zukünftig noch derartige Neubauten zu stemmen: "Es war ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen konnte." Rund 1,5 Millionen Euro hat die Stadt in den Erweiterungsbau, der fast 700 Quadratmeter umfasst, investiert. Eine Mensa mit 120 Plätzen ist an der Uhlandstraße entstanden. Im ersten Stock befindet ein großer Musikraum, sowie außerdem ein Ruhe- und Spielraum sowie ein neuer Informatikraum mit Computern.
Rektorin Friege erinnerte an die sieben langen Jahre, die die Gesamtschule auf den Ganztag hingearbeitet hat, und sie sprach vom Schock im vergangenen Sommer. Damals war überraschend die Hiobsbotschaft aus dem Düsseldorfer Schulministerium eingetroffen. Daraufhin ist eine Protestwelle losgetreten worden – mit dem Ergebnis, dass Schulministerin Sommer schließlich die zusätzlichen Lehrerstellen zugesagt hat. Es konnte gebaut werden. Und dies, so Friege, sei in Rekordzeit passiert.
Apropos Neubau: Stadtkämmerer Weeke kündigte an, dass im kommenden Jahr auch am Scholle-Standort Querstraße mit dem Ausbau begonnen werden könne.
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