Solingen: Farbenfrohe Pracht
VON SUSANNE GENATH - zuletzt aktualisiert: 22.03.2008Solingen (RPO). Eier gehören zum Osterfest wie der Hase. Und so müssen Hennen zurzeit Höchstleistungen erbringen. 25 000 Eier bringt Peter Birken heute zum Wochenmarkt mit – und ist sich sicher, sie auch zu verkaufen.
Von Eiern kann Peter Birken fast nicht genug bekommen – ob gekocht, gebraten oder als Omelett. „Ich mag sie am liebsten warm, dann aber in allen Variationen“, sagt der 45-Jährige. Abgesehen davon seien die weißen und braunen Hühnerprodukte im Haushalt kaum zu ersetzen. „Man braucht sie zum Panieren, zum Backen, zum Kochen.“ Seine Begeisterung für Eier kommt dem Burscheider zugute. Seit 22 Jahren verkauft er sie auf dem Solinger Wochenmarkt.
Heute ist bei ihm „Kampftag hoch drei“ angesagt, erklärt er. Schließlich haben Eier zu Ostern Hochkonjunktur. Dementsprechend stehen die Kunde an seinem Stand geduldig Schlange. „20 weiße Freilandeier, bitte“, ordert die nächste Kundin. Birken fängt an, einen Zehner-Karton zu füllen. „Nein, die sind mir zu klein“, unterbricht ihn die Dame. „Sie wollen dickere?“, fragt er. „Ja“, sagt sie. Er nimmt Eier von einer anderen Palette. „Macht 4,40 Euro“, erklärt der Händler.
Wie schon am Donnerstag ist Peter Birken mit 25 000 braunen, weißen und gefärbten Hühnerprodukten angereist. „Die werde ich heute auch los“, ist er überzeugt. Angesichts dieses immensen Absatzes erübrige sich die Frage, ob die Eier frisch seien. „Meine Stammkunden wissen sowieso, dass sie top sind.“ Das bestätigt Paul-Egon Voigt. „Die Eier sind gut“, sagt der Senior und ergänzt mit Blick auf Birken: „Ich kaufe bei ihm, seit er auf dem Markt ist.“
Besonders beliebt sind zurzeit – keine Frage – bunte Eier. Der Standinhaber malt sie aber nicht selbst an. „Das erledigt eine Färberei in Wuppertal – eine von nur noch zweien in der Region“, erklärt Birken. „21 Millionen Eier hat sie jetzt zu Ostern gefärbt.“
Die Eier kauft der 45-Jährige beim Remscheider Bauernhof Kottsieper. „Dort werden die Hühner sowohl im Freiland als auch in Käfigen artgerecht gehalten“, berichtet der Vater von drei Kindern. Zwar hat Birken selbst einen Bauernhof in Burscheid, aber seine gut 50 Hühner könnten die erforderlichen Mengen gar nicht bringen und legen daher vornehmlich für den Eigenbedarf.
Was die Gaumenfreude betrifft, zieht der Markthändler sogar Eier aus Käfighaltung der aus Freilandhaltung vor. „Der Geschmack kommt nur übers Futter“, erklärt er. Und das sei in Käfighaltung besser zu kontrollieren als in Freilandhaltung.
„Zehn bunte Eier, von jeder Farbe bitte etwas“, bestellt eine Kundin. Peter Birken stellt einen Karton mit roten, gelben, grünen und blauen Remscheider Produkten zusammen. Das Farbenspiel wird ihm auch nach Ostern erhalten bleiben, allerdings nicht in den Massen wie jetzt.
„Bunte Eier werden das ganze Jahr über nachgefragt“, berichtet der Händler. Jedoch nicht nur zu Dekorationszwecken. „Sondern weil sie gekocht sind“, erklärt Peter Birken. „So kann man sie schnell mal im Büro essen oder muss abends nicht extra für ein Ei den Herd anmachen.“
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