Solingen: Fast 7000 Kinder im Theater
zuletzt aktualisiert: 19.12.2009Solingen (RPO). Die bekannte Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens um den Geizhals Ebenezer Scrooge hat Uwe Dahlhaus vom Ensemble Profan zur "Solinger Weihnachtsgeschichte" umgeschrieben.
In acht restlos ausverkauften Vorstellungen wurde die neue Inszenierung von Michael Tesch und dem Solinger Stadtensemble bis gestern im Theater und Konzerthaus gezeigt. Michael Tesch im Interview:
Wie viele Kinder haben die Solinger Weihnachtsgeschichte gesehen?
Tesch Alle acht Vorstellungen waren ausverkauft. Damit haben fast 7000 Kinder die Solinger Weihnachtsgeschichte gesehen. Wir hätten noch mehr Karten verkaufen können, so groß war die Nachfrage.
An welches Alter wendete sich die diesjährige Weihnachtsinszenierung des Kulturbüros?
Tesch In der Regel waren es Grundschulkinder, die in den Vorstellungen vormittags und nachmittags waren, aber auch Kindergartenkinder und ältere. Es wurden auch so manche Großeltern mit ihren Enkeln gesichtet. Und vor allem jene, die das Ensemble zur Vorbereitung des Stücks in den Klassen besucht hat, waren mit ganz besonderem Eifer dabei.
Ist die Botschaft des Stücks, dass Geld allein nicht glücklich mach, gut rübergekommen?
Tesch Auf jeden Fall. Die Kinder haben am Ende verstanden, dass Geiz nicht geil ist, und sie haben sich regelrecht gefreut, dass Ebenezer Scrooge, den Uwe Dahlhaus gespielt hat, am Ende mit den Armen geteilt hat und sich vornahm, nicht nur zum Weihnachtfest großzügig zu sein, sondern das ganze Jahr über.
Nach zwei Jahren, in dem ein Shakespeare-Stück die Vorlage für das Kinderstück lieferte, nun ein so bekanntes Weihnachtssstück, wie kam es zu der Auswahl?
Tesch Viele haben uns angesprochen, doch mal ein richtiges Weihnachtsstück auf die Bühne zu bringen, nachdem der Sommernachtstraum und der Sturm ja nichts mit Weihnachten zu tun hatten. Und da bot sich die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens geradezu an, sie war auch gut nach Solingen zu verlegen.
Neben den Darstellern aus drei Ensembles hat vor allem auch die Technik die Kinder begeistert. Wie wichtig sind solche Spezialeffekte für den Erfolg der Aufführung?
Tesch Bei dieser Aufführung waren mindestens so viele Theaterbegeiserte hinter wie auf der Bühne. Das Technikteam um Klaus-Peter Voigt hat ein ganz besonderes Lob verdient. Wie viel kreativen Eigenanteil alle hinter der Bühne beigesteuert haben, das war sensationell.
Annemarie Kister-Preuss stellte die Fragen.
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