Solingen: Fast jede zweite EC-Karte ist fehlerhaft
VON SUSANNE GENATH - zuletzt aktualisiert: 05.01.2010 - 16:00Solingen (RPO). "Im Jahr 2010 hat und das Jahr-2000-Problem ereilt", sagt Martin Idelberger von der Stadt-Sparkasse Solingen. Das Kreditinstitut schätzt, dass etwa die Hälfte seiner EC-Karten-Kunden eine Karte mit einem fehlerhaften Chip besitzt.
Bei den Kreditkarten-Kunden seien es etwa zehn Prozent. "Die komplette deutsche Kreditwirtschaft ist betroffen", berichtet Martin Idelberger von der Sparkasse. 20 bis 30 Millionen EC- und Kreditkarten in Deutschland quer durch alle Banken und Sparkassen hätten vermutlich den Chip mit der fehlerbehafteten Programmierung.
Seit dem 1. Januar sei in der Solinger Sparkassen-Hauptstelle ein Notdienst im Einsatz. "Und wir hatten Glück: Seit dem 2. Januar ist das Problem an unseren Automaten größtenteils behoben." Auch das Bezahlen mit der EC-Karte in Geschäften funktioniere schon wieder in über 70 Prozent der Fälle. "Bis Samstag dürfte es wieder vollständig klappen."
Lediglich beim Abheben mit der Kreditkarte könne es noch bis zum 14. Januar Probleme geben. "Wann Kreditkarten in Geschäften wieder reibungslos eingesetzt werden können, können wir allerdings nicht sagen, weil im Handel unterschiedliche Lesegeräte eingesetzt werden."
Nur mit genügend Bargeld ins Ausland
Nicht ganz so einfach seien allerdings Reisen ins Ausland. "Denn das 2010-Problem gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nur in Deutschland, aber nicht in anderen Ländern." Wer seine Hotelrechnung in Italien oder seinen Skipass in Österreich wie gewohnt mit EC- oder Kreditkarte bezahlen wolle, habe möglicherweise Probleme. Auslandsreisenden empfiehlt die Sparkasse deshalb, ausreichend Bargeld oder Reiseschecks mitzunehmen.
Wer sich schon im Ausland befinde, solle frühzeitig testen, ob seine Karte funktioniere und sich gegebenenfalls Geld zum Beispiel auf das Konto des Hotels überweisen lassen.
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