Solingen: Fauna freut sich über Nachwuchs
VON BASTIAN GLUMM - zuletzt aktualisiert: 22.05.2008Solingen (RPO). Man muss schon etwas Geduld mitbringen, wenn man die achtköpfige Rasselbande auch wirklich zu Gesicht bekommen möchte. Denn die kleinen Nasenbären machen es sich den halben Tag in ihrer warmen Kiste gemütlich. Wenn sie dann aber doch herauskommen, dann ist im Nasenbärengehege in der Fauna so einiges los.
„Wenn die hier mit acht Babys durchs Gehege toben, dann haben natürlich vor allem die Kinder ihren Spaß“, freute sich Tierpfleger John Lucke. Vor acht Wochen brachten die Nasenbärinnen Lotte und Emmi ihren Nachwuchs in der Fauna zur Welt. Zunächst wurden beide Würfe noch getrennt voneinander gehalten: „Bei Nasenbären muss man etwas aufpassen, da diese auch gerne mal ihre Jungen fressen. Deshalb halten wir die erst seit kurzer Zeit zusammen“, macht Lucke deutlich.
Von Streit ist im Gräfrather Nasenbärenreich aber längst keine Spur mehr. Ganz im Gegenteil: Alle Familienmitglieder kümmern sich fürsorglich um den Nachwuchs und halten ungebetene Gäste fern. Dazu gehört mitunter auch Pfleger Lucke, der bei seinen Arbeiten im Gehege schon mehr als einmal mürrisch angeknurrt wurde.
Die Nasenbären stammen eigentlich aus Südamerika und werden rund 14 Jahre alt. Bis zu sieben Jungtiere können pro Wurf geboren werden.
Allzu gemütlich sollte es sich der Nachwuchs in der Gräfrather Fauna aber nicht machen. Denn schon jetzt gibt es Anfragen anderer Tierparks, die sich für die kleinen Nasenbären interessieren.
Ein Problem, über das sich Familie Storch zwei Gehege weiter keine Sorgen zu machen braucht. In ihrem Nest hoch über den Käfigdächern der Fauna, schlüpften vor einigen Wochen zwei junge Störche. „Die Jungtiere werden von uns beringt und ganz sicher noch in diesem Winter in Richtung Süden ziehen“, sagt John Lucke. Alle Freiheiten genießt auch das Storchenpaar, das die Fauna schon seit vielen Jahren bewohnt und bereits mehrmals für Nachwuchs gesorgt hat. „Allerdings ziehen die beiden nicht in wärmere Gefilde, sondern überwintern hier bei uns. Wir füttern sie ja auch“, erklärt Tierpfleger Lucke die Bequemlichkeit des stolzen Weißstorch-Elternpaars. Besucher sollten sie den Storchenhorst aus einiger Entfernung anschauen. Hin und wieder lässt sich eines der Jungtiere blicken und schaut neugierig über den Nestrand.
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