Solingen: Fehlgeleiteter Notruf
zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Solingen (RPO). Sie kommt in Gang, die gemeinsame Feuerwehrleitstelle von Solingen und Wuppertal. Die Technik laufe stabil und störungsfrei, informierte gestern Ordnungdezernent Ralf Week die Mitglieder des Hauptausschusses. Das gesamte Leitstellensystem stehe kurz vor der technischen Abnahme. Alle drei Monate gibt es für die Ausschussmitglieder einen Bericht über den Ist-Zustand.
Das war nötig geworden, weil es ab Inbetriebnahme der gemeinsamen Leitstelle im Märze vergangenen Jahres massive Probleme gegeben hatte. So seien fast alle der 13161 Einsätze, die die Leitstelle zwischen dem 22. Januar und dem 27. März angenommen habe, störungsfrei disponiert worden. In einem Fall hakte es: So war am 15. Februar ein Handy-Anrufer aus Wuppertal-Cronenberg aufgrund „der geografisch günstigen Lage zu Solingen“ als Anrufer aus der Klingenstadt geortet worden. Der Leitstellen-Disponent schickte dann – ohne nachzufragen, ob der Notfall in Solingen oder Wuppertal sei – den Rettungswagen an der Klingenstädter Adresse Hauptstraße und Rathausstraße. Als der Rettungswagen vor Ort niemanden vorfand, der hilfebedürftig war, wurde in der Leitstelle nachgefragt. Dort wurde dann klar, dass die Einsatzkräfte in Wuppertal gebraucht wurde. 13 Minuten nach Notrufeingang sei der Wagen vor Ort gewesen. Da es die Anweisung gebe, dass der Disponent bei jedem Anruf den Einsatzort nachfragen müsse, sei mit dem betroffenen Leitstellen-Mitarbeiter ein Gespräch geführt worden, so Weeke.
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