Solingen: Finanzamt-Richtfest im Februar
VON UWE VETTER - zuletzt aktualisiert: 08.11.2011Solingen (RP). Die Rohbauarbeiten für das neue Finanzamt an der Goerdelerstraße laufen, für den bevorstehenden Winter wurden vorsorglich zwei bis drei Wochen Ruhepause im Zeitplan eingerechnet. Im März 2013 soll das Gebäude fertig sein.
Die Wände des Erdgeschosses des neuen Finanzamtes stehen bereits, auf der Baustelle an der Goerdelerstraße herrscht Hochbetrieb. Ein großer Kran bringt unermüdlich Material heran. "Jetzt kommt die Decke für das Erdgeschoss drauf, es läuft prächtig", sagt Projektleiter Martin Krause zu den seit Anfang September laufenden Rohbauarbeiten. Der Architekt des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW ist zuversichtlich, dass die Mitarbeiter der beiden Finanzämter Ost (Goerdelerstraße) und West (Merscheider Busch) im März 2013 ins neue Gebäude einziehen können. "Wir haben großzügig geplant, und wir wollen vor dem Winter möglichst weit kommen", sagt Martin Krause, "deshalb wird auf der Baustelle jetzt extrem Gas gegeben".
Harter Winter eingeplant
Ein harter Winter könnte indes für Verzögerungen sorgen. "Zwei bis drei Wochen Ruhezeit im Winter haben wir vorsorglich in den Zeitplan eingearbeitet", betont der Projektleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW. Läuft alles nach Plan, könnte im kommenden Februar Richtfest gefeiert werden.
Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeiinspektion und des Nebengebäudes des Finanzamtes entsteht der rund 15,5 Millionen Euro teure Neubau. In dieser Summe enthalten sind 1,5 Millionen Euro für den Abriss der Altgebäude und das Ausheben der Baugrube. Das geplante vier- bis fünfgeschossige Gebäude mit 7800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche wird mit einer dunkelroten Ziegelfassade verkleidet und Büros für rund 230 Mitarbeiter des Finanzamtes vorhalten. Zudem wird es eine Kantine und Besprechungsräume geben, überdies eine begrünte Außenanlage.
Der Neubau wird übrigens keine Klimaanlage erhalten. Ins Schwitzen kommen werden die Mitarbeiter des Finanzamtes im neuen Gebäude jedoch nicht. Denn 28 Erdsonden zur Geothermie werden im Bereich der geplanten Parkplätze 100 Meter tief in die Erde verlegt. Im Zusammenspiel mit Wärmepumpen und einer Heizkesselanlage wird so im Winter Wärme und im Sommer Kühle erzeugt, die über die Betondecken abgegeben wird.
Fusion 2013
Derzeit sind die beiden Finanzämter Ost (120 Beschäftigte) und West (110) noch eigenständig. Bei Einzug ins neue Gebäude werden sie fusionieren, so dass es in Solingen dann nur noch ein Finanzamt – abgesehen vom Finanzamt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung Bergisches Land am Gleisdreieck – geben wird. In Personalunion geleitet werden die Ämter Ost und West bereits seit 2009 von Christoph Krüger, gebildet wurden zwischenzeitlich zwei Projektgruppen.
Während sich die eine um die Fusion kümmert, ist die andere für den Neubau zuständig. Krüger: "Wir passen schon jetzt die innerbetrieblichen Organisationsabläufe für das gemeinsame Finanzamt Solingen an."
Bisherige Berichterstattung unter www.rp-online.de/solingen
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