Solingen: Geld für Straßenkinder in Peru
VON SANDRA HEINZELBECKER - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009Solingen (RPO). Gut 2000 Euro haben die Schüler des Gymnasiums Schwertstraße durch ihren Adventsbasar für Jungen und Mädchen zusammengebracht, die in Huamachuco in Peru auf der Straße leben. Das Geld soll den Kindern helfen.
Seit vier Jahren dabei
Angefangen hat es vor vier Jahren. Damals unterstützten die Schwertstraßen-Gymnasiasten ein Projekt zusammen mit der St. Clemenskirche.
"Wir sind bei diesem Projekt hier geblieben", erklärt Georg Mergard, der das Vorhaben betreut, "Straßenkinder und unsere Schüler hier, das passt einfach gut."
Es ist ein Austausch. Während die fünften und sechsten Klassen der Erprobungsstufe des Gymnasiums Schwertstraße die Straßenkinder in Peru unterstützen, erhalten sie im Gegenzug Informationen über deren Leben und Alltag sowie die Schwierigkeiten, mit denen sie täglich zu kämpfen haben. So wie im letzten Jahr. Denn in der Nähe von Huamanchuco wurde Gold gefunden und viele der Kinder müssen nun dort in den Goldbergwerken arbeiten. Durch die gesammelten Gelder des Adventsbasars im vergangenen Jahr wurden die Jungen und Mädchen unterstützt.
"Sie bekamen eine Ausbildung parallel zu ihrer Arbeit", erklärt Georg Mergard, der das Hilfsprojekt betreut. "Zusätzlich wurde versucht, die Lebensbedingungen zu verbessern." Denn durch den Goldabbau gelangt Quecksilber ins Trinkwasser und vergiftet die Umwelt und die Menschen.
Auch in diesem Jahr haben die Schüler mit selbstgebastelten Kleinigkeiten wie Kerzen, Adventskränzen und Karten sowie mit selbstgebackenen Leckereien auf dem Adventsbasar am 25. November für das Hilfsprojekt in Peru gesammelt. Die Hälfte der Einnahmen kommt den Kindern in Huamachuco zugute. 2.068,05 Euro sind es in diesem Jahr geworden. Die übrigen Einnahmen fließen in die jeweiligen Klassenkassen der beteiligten neun Klassen.
Georg Mergard hat eine ganz besondere Beziehung zu Peru. Von 1991 bis 1993 hat er selbst dort gelebt und ist auch mit einer Peruanerin verheiratet. Damals hat er ein Projekt mit Straßenkindern in der Hauptstadt Lima betreut. Und es verbindet ihn noch viel mit diesem Land. "Ich fahre regelmäßig nach Peru." Anfangs brachte er auch die Spendengelder persönlich mit. "Wir wollten den direkten Kontakt", erklärt er. So erhalten die Schüler Zeichnungen und Briefe über das Leben der Straßenkinder, die dann übersetzt werden.
Inzwischen werden nicht nur die Straßenkinder in Huamachuco betreut. Es wird auch ein Blick in die Umgebung der Stadt geworfen. Wofür die 2068 Euro verwandt werden, weiß Georg Mergard noch nicht. Er wird im Sommer wieder nach Peru reisen, um zu entscheiden, was damit unterstützt wird. "Vielleicht eine Schule im Umland", verrät er. Die Schüler sind auf jeden Fall mit Eifer dabei und freuen sich schon auf den nächsten Brief aus dem peruanischen Huamachuco.
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