Solingen: Globus: Sozialplan unterschrieben
zuletzt aktualisiert: 23.06.2007Solingen (RPO). „Wir haben geweint. Kollegen sind auf dem Boden zusammengesunken.“ Die 64 Mitarbeiter des Walder SB-Warenhauses Globus fühlten sich wie vor den Kopf gestoßen, als sie vor über vier Monaten mit den Schließungsplänen der Geschäftsleitung konfrontiert wurden: Am 14. Juli, ein Samstag, sei die letzte Schicht bei Globus.
Beharrlich hat die Geschäftsführung des zur Kölner Rewe-Gruppe gehörenden SB-Warenhauses an dem Schließungstermin festgehalten. Und ebenso beharrlich hat der Globus-Betriebsrat seit über vier Monaten für die Zukunft der Mitarbeiter gekämpft und versucht, einen Sozialplan zu erwirken. „Es war sehr anstrengend. Wir haben sehr gelitten“, heißt es gegenüber unserer Zeitung. Doch jetzt ist der Sozialplan mit der Geschäftsleitung zu Stande gekommen.
Zwei Interessenten fürs Warenhaus
Der Betriebsrat hat diesen am Donnerstagnachmittag unterschrieben. Kommenden Montag, 18 Uhr, werden die Globus-Mitarbeiter im Detail über die Ergebnisse informiert. „Deshalb schließt unser Geschäft an diesem Tag früher.“ Der Tenor beim Betriebsrat des Walder Warenhauses: „Mit dem Sozialplan, den wir abgeschlossen haben, können alle Kollegen leben.“ Eine vergleichsweise positive Nachricht, die der Erste Beigeordnete Hartmut Hoferichter ergänzt. Wenn Globus an der Walder Südumgehung in drei Wochen schließt, droht offenbar kein Leerstand des Warenhauses samt Parkhaus für 250 Stellplätze. Es gebe zwei ernsthafte Interessenten für die Immobilie, die an dem Standort auch weiterhin Einzelhandel betreiben wollten. Dies hätte ihm die Rewe-Gruppe mitgeteilt.
Hoferichter hat in den vergangenen Monaten stets das Gespräch mit den Managern, aber auch mit den Mitarbeitern in Wald gesucht. Er ist froh, dass der Standort im Walder Zentrum derart interessant ist, dass sich gleich zwei neue Einzelhandelsnutzer dafür begeistern könnten.
„Wir haben zwei konkrete Interessenten. Mit ihnen stehen wir schon in Verhandlungen“, bestätigt der stellvertretende Rewe-Pressesprecher Andreas Krämer. Einer der beiden Interessenten sei der klassische Lebensmittelanbieter, der andere biete ein kleinteiliges Handelssortiment mit entsprechendem Lebensmittelangebot.
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