Solingen: High-Tech zum Anfassen
VON UWE VETTER - zuletzt aktualisiert: 29.08.2006Solingen (RPO). Am Themenpark „Technik, die dahinter steckt“ in Wuppertal am Stadion Zoo beteiligen sich auch Solinger Unternehmen. Sie stellen ihre Leistungsfähigkeit ins Schaufenster. Die Lebenshilfe ist mit einer Black-Box vor Ort.
Es ist dunkel, man sieht die Hand vor Augen nicht. Das ist auch so gewollt in der „Black-Box“ der Lebenshilfe-Werkstatt für Behinderte auf dem Messestand der Bergischen Expo. „Die Besucher sollen hier eine Vorstellung davon bekommen, wie es ist, wenn man blind ist“, sagt Anette Kolkau. Der Weg durch die Box ist verwinkelt: Tasten, Fühlen, Hören, Riechen und Sprechen ist geboten, um am Ende der Box ein Getränk bestellen zu können. „Die Leute erfahren hier, wie schwer es ist, sich ohne Sehsinn in der Welt zurecht zu finden. Aber auch, dass man nach entsprechender Gewöhnung leistungsfähig ist“, ergänzt die Sprecherin der Regionale-2006-Agentur.
Eintrittspreise
Der Eintritt zur Bergischen Expo kostet für Erwachsene sieben Euro. Der ermäßigte Eintritt beispielsweise für Schüler und Studenten liegt bei 3,50 Euro. Kinder bis 14 Jahre zahlen 2,50 Euro, eine Familie wird mit 15 Euro zur Kasse gebeten.
Die Tageskarte am „Businesstag“ kostet 15 Euro, Schulklassen mit einer Begleitperson zahlen am 1. September pro Person 2,50 Euro.
Die Black-Box der Lebenshilfe ist nur eine der vielen Attraktionen, die von morgen an auf der Bergischen Expo in einem 5400 Quadratmeter großen Zelt am Stadion Zoo in Wuppertal unter dem Motto „Technik, die dahinter steckt“ präsentiert wird.
Nicht dunkel wie die Black-Box der Lebenshilfe, sondern hell beleuchtet zeigte sich schon gestern beim Aufbau der Stand des Solinger Automobilzulieferers CRH. An einem Bentley-Fahrersitz können hier die Messebesucher die verschiedenen Sitzverstellungen per Knopfdruck austesten, an der Lenksäule für einen 7er BMW am Steuerrad drehen: „Als größter industrieller Arbeitgeber in Solingen ist die Expo-Teilnahme für uns Pflicht“, sagt Bernd Eppert von der Hammerstein-Marketing-Abteilung. CRH nutzt die Expo aber nicht nur zur Leistungsschau, sondern auch als Anlaufstelle für den betrieblichen Nachwuchs für das nächste Jahr. Erstmals ins Messe-Rampenlicht gestellt wird zudem CRH Umformtechnik.
„Technik, die dahinter steckt“ – auch der Rasierklingen-Hersteller Wilkinson hat hier etwas zu bieten. Zumal die Produktion von Nassrasisieren mittlerweile eine Ingenieurleistung im High-Tech-Bereich ist. Auf dem Themenpark im Zelt am Stadion Zoo hat das Unternehmen von der Schützenstraße eine Maschine aufgebaut, die die Endmontage des Einwegrasierers „Xtreme 3“ veranschaulicht.
Doch nicht nur große Solinger Firmen sind im Bergischen Themenpark der lebendigen Unternehmenskultur mit von der Partie. Auch kleine und mittelständische Unternehmen wie die Schneidwarenbetriebe Güde, Herder, Carl Mertens und das Pfeilringwerk sind mit von der Partie und teilen sich einen gemeinsamen Stand. Ein Schmuckstück an diesem Stand ist ein 52 Zentimeter langes Brotmesser aus Damaststahl mit einem Griff aus Wüsteneisenholz. „Ein Sammler- beziehungsweise Liebhaberstück“, weiß Güde-Chef Dr. Karl-Peter Born.
Und nichts für den kleinen Geldbeutel: „Das Messer kostet 3300 Euro.“ Gut 15 Exemplare davon hat die Firma Güde bislang verkauft.
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