Solingen: Keine Lust auf Männertour
zuletzt aktualisiert: 17.05.2007Solingen (RPO). Heute ist Vatertag, und den verbringt jeder anders. Die einen gehen auf Männertour mit ihren Kumpels. Die anderen sind lieber mit ihrer Familie zusammen. Was er vor hat, verriet Frank Henkel im Gespräch mit Morgenpost-Redaktionsmitglied Sandra Kaiser. Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Solingen-Gräfrath ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn.
Herr Henkel, was haben Sie denn für den Vatertag geplant?
Henkel Ich werde den freien Tag nutzen und die Zeit mit meiner Familie verbringen. Die sieht mich so selten.
Also keine typische Vatertagstour mit den Kumpels, mit Bollerwagen und massenweise Bierkästen?
Henkel Auf keinen Fall. Ich bin gar nicht der Typ dafür. Das habe ich eigentlich nie gemacht, auch früher nicht. Ich habe immer viel Sport getrieben. Für solche Sauftouren war ich nie zu haben. Das passt nicht zusammen.
Sie verbringen den Tag mit der Familie. Was haben Sie denn vor?
Henkel Das hängt ganz vom Wetter ab. Ich denke mal, dass es eher feucht werden wird. Von daher werden wir wahrscheinlich zu Hause bleiben. Ich möchte mit meinem Sohn Max spielen, bei meiner Frau sein und mich ein wenig um den Hund kümmern. Die Familie hat sonst so wenig von mir, weil ich so viel unterwegs bin. Heute geht sie vor.
Gibt es denn auch Vatertags-Geschenke für Sie?
Henkel Nein. Ich halte nicht viel davon. Der Vater- und auch der Muttertag sind meiner Meinung nach industrielle Institutionen. Am Muttertag macht die Blumenindustrie Geld, am Vatertag alle möglichen anderen. Meine Mutter bekommt etwas zum Muttertag, weil sie darüber noch anders denkt. Mit meiner Frau habe ich schon vor Jahren vereinbart, dass wir das nicht unterstützen. Wir schenken uns lieber etwas zum Geburtstag. Das bedeutet uns mehr.
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