Solingen: Klinikum sucht Kinder- und Jugendpsychiater
zuletzt aktualisiert: 25.01.2012Solingen (RP). Die Zahl der Kleinstkinder, die wegen psychischer Erkrankungen stationär behandelt werden müssen, ist alarmierend. 2009 waren es 289 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 19 Jahren. Zwischen 2005 und 2009 ist ein Anstieg der Krankenhaus-Behandlungsfälle mit psychiatrischen Diagnosen festzustellen. Damit liegt Solingen über dem Durchschnitt in NRW, in Remscheid und in Wuppertal. Hinzu kommt erschwerend, dass die kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz des Sana-Klinikums inzwischen nach Remscheid zurückverlegt wurde. Für die Mitglieder des Sozialausschusses, der gestern im Gerhard-Berting-Haus in Wald tagte, sind das Alarmzeichen. Auch die Wartezeiten auf Behandlung für die betroffenen Kinder, die zwischen vier und sieben Monaten liegen, seien nicht hinnehmbar, waren die Ausschussmitglieder einig.
Das Städtische Klinikum sieht das ähnlich und sucht daher momentan zweigleisig nach Lösungen. Wie Geschäftsführer Hermann-Josef Bökmann erklärte, steht man in Verhandlungen mit dem Landschaftsverband Rheinland im Bezug auf stationäre Versorgung. Zum anderen will man einen niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater für das Klinikum gewinnen. "Die entsprechende Stellenausschreibung erscheint im Ärzteblatt", sagte Bökmann.
Besonders erschreckend fanden es einige Ausschussmitglieder, dass schon Kinder unter fünf Jahren häufig wegen psychischer Probleme in Kliniken behandelt werden müssen, und das mit steigender Tendenz.
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