Solingen: Kultur setzt auf Bewährtes
VON ANNEMARIE KISTER-PREUSS - zuletzt aktualisiert: 03.07.2009Solingen (RPO). Auch wenn erneut 40 000 Euro weniger zur Verfügung stehen, ist der neue Spielplan prall gefüllt mit attraktiven Veranstaltungen. Das neue Weihnachtsstück für Kinder ist mit acht Vorstellungen schon nahezu ausverkauft.
Spielplanbroschüre
Die neue, 154 Seiten umfassende Spielplanbroschüre für die Spielzeit 2009/2010 ist ab heute im Bürgerbüro Mitte, im Rathaus und an der Theaterkasse zu haben.
Ab Montag bekommt man sie auch in den anderen Bürgerbüros.
Außerdem gibt es ab sofort den neuen Spielplan auch online unter:
Der Ort, an dem die neue Spielplanbroschüre vorgestellt wurde, war bewusst gewählt: Im Foyer in der dritten Etage im neuen Rathaus hat man den Blick auf die Stadt, auf die Menschen. Und für sie soll das Theaterprogramm gemacht sein, zugeschnitten auf den Publikumsgeschmack. "Ich muss Stücke bringen, mit denen das Publikum etwas anfangen kann, ich kann nicht gegen das Publikum arbeiten", sagte Kulturbüro-Direktor Hans Knopper im Hinblick auf die neue Spielplanbroschüre. Noch einmal 40 000 Euro weniger standen zur Verfügung hierfür, und da ist es um so wichtiger, dass etwas geboten wird, das für ein volles Haus sorgt.
In der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit scheint das gut gelungen zu sein. So jedenfalls ist es den Beurteilungen zu entnehmen, die das Publikum abgegeben hat und die inzwischen ausgewertet wurden. Durch einfaches Einreißen der Eintrittskarten kann man eine Veranstaltung bewerten, die Skala reicht von "außergewöhnlich gut" bis "unmöglich".
Nicht am Publikum vorbei
Zu den Vorstellungen, die besonders gut abgeschnitten haben, gehören neben Philharmonischen Konzerten auch die Eigenproduktionen "Don Giovanni" und "Der Sturm". "Das ist ein Ansporn, weiter zu machen, es zeigt, dass wir nicht am Publikum vorbeispielen", sagt Kulturdezernent Norbert Feith zum guten Abschneiden der Eigeninszenierung und des weihnachtlichen Kinderstücks des Stadtensembles.
Auch in diesem Jahr gibt es ein Kinderstück vom Stadtensemble, bei dem Michael Tesch Regie führt. Acht Vorstellungen von "Eine Solinger Weihnachtsgeschichte", die Profan-Schauspieler Uwe Dahlhaus nach der Vorlage von Charles Dickens geschrieben hat, sind nahezu ausverkauft. "Wir erwägen, eine neunte Vorstellung anzusetzen", sagt Hans Knopper zu der großen Nachfrage.
Neben dem Theater und Konzerthaus wird es weitere Spielstätten geben, zum Beispiel die Cobra, wo eine Reihe mit dem Titel "Blind date" geplant ist, die sich an junge Leute bis 30 Jahre wendet. "Unbekannte, junge Künstler sollen dort auftreten, das Publikum weiß unter Umständen vorher gar nicht, wer auftritt", erläutert Kulturdezernent Norbert Feith.
Fortgesetzt wird auch die Reihe "Weltmusik im Südpark" und die Kooperation mit den Wuppertaler Bühnen, die mehr und mehr auf solingen zugeschnittene Stücke im Angebot haben. "Früher hat uns Wuppertal bespielt, heute inszenieren sie mit uns", sagt Hans Knopper.
Vorstellung des neuen Spielplans in der Samstagsausgabe.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



