Solingen: Neue Missstände in privaten Altenheimen
VON SUSANNE GENATH - zuletzt aktualisiert: 11.04.2008Solingen (RPO). Im aktuellen Bericht der Heimaufsicht stehen die drei städtischen Altenheime gut da. Bei den regelmäßigen Überprüfungen der Heimaufsicht und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen habe es im Elisabeth-Roock-Haus, im Eugen-Maurer-Haus und im Gerhard-Berting-Haus keine Beanstandungen gegeben, teilte Rita Pickardt, Vorsitzende des Sozialausschusses, mit.
„Das ist dem guten Qualitätsmanagement und der permanenten Fortbildung der Mitarbeiter aller drei Häuser zu verdanken.“ Auch die bisherigen Sorgenkinder bei den privaten Pflegeheimen seien auf gutem Weg.
„Allerdings gibt es nun andere Heime, bei denen man genau hingucken muss und bei denen eine zweite, eventuell auch dritte Prüfung erforderlich ist.“ Insgesamt müsse man ein waches Auge auf die Einrichtungen haben. „Schließlich geht es um alte Menschen, die sich nicht wehren können“, sagt Pickardt. Wichtig sei vor allem, dass niemand „in der eigentlichen Pflege leiden muss“.
Sorgen anderer Art gebe es jedoch im Gerhard-Berting-Haus, räumt die Sozialausschuss-Vorsitzende ein. „Der geplante Umzug nach Wald-Mitte bereitet einigen Mitarbeitern und Bewohnern Ängste.“ Die seien aber unbegründet. „Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben“, versichert die CDU-Politikerin. Und dass das Beziehen eines neuen Heimes gut verlaufen kann, habe sich am Elisabeth-Roock-Haus gezeigt, dessen Bewohner vor zwei Jahren von Ohligs nach Höhscheid umgesiedelt sind.
Zwar sei der Umzug zum Walder Rathaus noch nicht beschlossene Sache. Aber CDU und SPD befürworteten ihn. „Die Ausschreibung für das Rathaus soll auch so eingegrenzt werden, dass dort das Pflegeheim hin kann und nicht ein großes Autohaus oder ähnliches.“ In einer gemeinsamen Sitzung am 21. April wollen die Walder Bezirksvertreter und der Betriebsausschuss für die städtischen Altenzentren die Details für die Ausschreibung festlegen.
Wie viele Plätze am neuen Standort letztlich zur Verfügung stehen sollen, stehe noch nicht fest. „Erst wenn es einen Investor gibt, geht es ans Konzept“, sagt Rita Pickardt. Denn mittlerweile gebe es auch andere Wohnformen als vor 30 Jahren, als das Gerhard-Berting-Haus gebaut worden sei.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



