Solingen: Neuer Treffpunkt
VON PIA BERGMEISTER - zuletzt aktualisiert: 01.03.2008Solingen (RPO). In nur zwei Monaten wurde aus einer ehemaligen Pfarrerwohnung der Jugendtreff „inSpire“ der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp.
„Spire“ heißt übersetzt Kirchturmspitze, „inspire“ bedeutet erwecken, inspirieren oder auch anregen. Mit der Namensgebung des neuen Jugendtreffs „inSpire“ der evangelischen Kirchengemeinde Dorp werden beide Begriffe verbunden. „Wir wollten zum Ausdruck bringen, dass dies hier ein kirchlicher Ort ist, aber mit Raum für Kommunikation unter Jugendlichen“, erklärt Leiter Waldemar Schmalz anlässlich der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten. Der Jugendtreff war noch bis zum Sommer an der Klingenstraße zu finden. „Doch die Kirche hat zahlreiche ihrer Gebäude verkauft, und wir suchten nach einer neuen Bleibe.“
InSpire
Der Jugendtreff „inSpire“, Ritterstraße 7, hat immer dienstags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet, und am Freitag von 17 Uhr bis 20 Uhr.
Geboten werden Spiele wie Kickern, Tischtennis und Billard. Es stehen Musikinstrumente zur Verfügung. Getränke und kleine Snacks werden zum Einkaufspreis angeboten.
In nur zwei Monaten renovierten Schmalz und seine zehn ehrenamtlichen Mitarbeiter die 130 Quadratmeter der ehemaligen Pfarrerwohnung, die direkt an der Dorper Kirche liegt. Nun sind die Räume fast fertig und strahlen eine wohnliche Atmosphäre aus.
Gut 30 junge Leute
„Es war uns wichtig, für die Kinder und Jugendlichen auch weiterhin ein zentraler Anlaufpunkt zu sein“, erklärt Waldemar Schmalz. Rund 30 junge Leute ab zwölf Jahren besuchen den Jugendtreff regelmäßig, um dort miteinander zu reden, zu beten oder gemeinsam zu kickern oder Billard zu spielen. Die helle Holzeinrichtung lädt zum Verweilen ein, viele Besucher haben persönliche Gegenstände wie Kissen oder Bilder mitgebracht. Regelmäßig werden die Räume auch für Treffen verschiedener Gemeindegruppen genutzt, so findet beispielsweise der Konfirmandenunterricht dort statt. Anlässlich der Einweihung des Jugendtreffs wurde eine Kunstausstellung mit Bildern von Schülerinnen und Schülern der benachbarten Hauptschule Krahenhöhe eröffnet. Sie haben sich unter dem Motto „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ künstlerisch mit diesem Bibelzitat auseinandergesetzt und stellen in einfachen Strichfiguren, Graphen und Schattenrissen in Acrylfarben dar, was ohne Gott nicht möglich wäre. „Wir wurden von Herrn Schmalz angesprochen, ob wir nicht etwas zu Eröffnung von „inSpire“ beitragen möchten und waren sofort begeistert“, so Lehrerin Brigitte Waldrich.
Das Projekt hat sie für den Jugendkulturpreis der evangelischen Jugend im Rheinland eingereicht. „Alle Jugendlichen sollen wissen, dass es in ihrer Nachbarschaft einen Treffpunkt für sie gibt, weshalb uns die Zusammenarbeit mit der Hauptschule sehr gefreut hat“, sagt Waldemar Schmalz. Er hat bereits neue Pläne für den Jugendtreff: „Bis zum Sommer möchten wir ein Volleyballfeld und einen Basketballkorb auf unserem Grundstück errichtet haben“, wünscht er sich und sammelt bereits Spenden für das rund 2000 Euro teure Projekt.
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