Solingen: Neues Ass bei A 3-Anschluss
VON MARTIN OBERPRILLER - zuletzt aktualisiert: 04.08.2009 - 12:15Solingen (RPO). Schützenhilfe aus Mettmann für die Solinger CDU: Landrat Hendele will B 229 n vorfinanzieren.
Die Diskussion um den umstrittenen Autobahnanschluss zur A 3 nimmt plötzlich neue Fahrt auf. Nachdem sich die Solinger CDU schon in der vergangenen Woche noch einmal mit Nachdruck für eine Verlängerung der Viehbachtalstraße aussprach und dabei einer Anbindung ans Kreuz Langenfeld das Wort redete (wir berichteten), kommt nun unerwartete Schützenhilfe aus dem Kreis Mettmann. Denn der dortige CDU-Landrat Thomas Hendele machte sich bei der Vorstellung seines Wahlprogramms jetzt für eine Vorfinanzierung der B229 von Landwehr bis zum Autobahnkreuz durch seinen Kreis sowie die Stadt Langenfeld stark.
Schon mal Vorstoß aus Langenfeld
Damit halten die Solinger Christdemokraten mitten im Wahlkampf mit einem Mal einen neues Ass im Ärmel. Sie sind bislang nämlich als einzige Partei in der Klingenstadt für diese Variante eingetreten. Und dementsprechend erfreut zeigte sich gestern Abend auch CDU-Chef Fabian Kesseler. "Eine solche Lösung hätte wirklich Charme", erklärte der Parteivorsitzende gegenüber unserer Zeitung. Allerdings müsste dazu die B 229n im Bundesverkehrswegeplan als dringlich eingestuft werden, fuhr Kesseler fort.
Tatsächlich erinnert sich der Christdemokrat daran, dass die Stadt Langenfeld schon einmal allein einen vergleichbaren Vorstoß gewagt hatte. "Die brachten bereits vor einigen Jahren ihrerseits eine Vorfinanzierung ins Spiel", erklärte Kesseler weiter. Und die könnte mit einer Beteiligung des Kreises nun realistischer werden. Der Hintergrund: In der Nachbarstadt ist der Autobahnanschluss ein ähnliches Politikum wie in Solingen – nur unter umgekehrten Vorzeichen. Denn die Langenfelder präferieren die Verbindung Solingens über die B 229n und L405 an die Autobahn und lehnen die Variante über die Haus-Gravener-Straße strikt ab.
"Haus-Gravener-Straße geht nicht"
"Und daran wird sich auch nichts ändern. Da werden wir keinen Schritt weiter kommen", schätzte Solingens CDU-Fraktionschef Bernd Krebs gestern Abend die Chancen noch einmal gleich null ein, mit den Langenfeldern in Sachen Haus-Gravener-Straße doch noch ins Geschäft zu kommen. Um so erfreulicher sei da nun der Vorstoß von Parteifreund Thomas Hendele. "Mit uns ist dieser Vorschlag zwar nicht abgesprochen", betonten sowohl Bernd Krebs, als auch Fabian Kesseler. Und noch dazu müsse klar sein, dass die Stadt Solingen angesichts der angespannten Finanzlage nichts zu der nun ins Gespräch gebrachten Vorfinanzierung beitragen könnte.
Dennoch erscheint die von Hendele entwickelte Lösung der Solinger CDU sinnvoll. "So bündeln wir Verkehrsstränge", erklärte Krebs mit Blick auf die vorhandene Eisenbahnstrecke, zu der die B 229n sowie L 405 parallel verlaufen sollen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



