Solingen: Pfarrzentrum aufgemöbelt
VON GÜNTER TEWES - zuletzt aktualisiert: 31.07.2010Solingen (RPO). 200 000 Euro investiert die Gemeinde St. Clemens in die Renovierung ihres Pfarrzentrums in der City. Zöppkesmahlzeit, Karnevalssitzungen, Kegelfreunde – das Haus bündelt nicht nur das kirchliche Leben.
Eigentlich ist es das Gemeindezentrum von St. Clemens: Jugendgruppen, der Peru-Kreis der katholischen Kirchengemeinde und Seniorengruppen treffen sich. Auch die Pfarrbücherei ist hier an der Goerdelerstraße untergebracht – mit der Clemenskirche gleich nebenan und den Clemens-Galerien gegenüber. Für Heinz Kenkmann vom Kirchenvorstand bündelt das Clemenszentrum jedoch deutlich mehr als nur das kirchliche Leben. "Natürlich sind wir an erster Stelle eine Gemeindeeinrichtung", zugleich sei das Haus aber auch ein wichtiger Veranstaltungsort in der City.
Wöchentlich trifft sich die Weight-Watchers-Abnehmgruppe im Haus. Die Kegelbahn kann angemietet werden, und im Clemenssaal finden Zöppkesmahlzeit, Karnevalssitzungen, Versteigerungen statt. "Wir brauchen diese Mieteinnahmen, damit sich so ein Gebäude überhaupt trägt", erklärt Kenkmann im Gespräch mit unserer Zeitung. "Der Bedarf ist da." Falls der Stadtsaal Wald auf Dauer geschlossen werden sollte, erwartet Kenkmann noch mehr Nachfragen, um die Kirchenräume zu nutzen.
Clemenssaal
Die katholische Kirchengemeinde St. Clemens hat rund 6000 Mitglieder.
Das Clemenszentrum an der Goerdelerstraße beherbergt auch den Clemenssaal. Der große Veranstaltungsraum besitzt eine Bühne. Besuchern können in dem Saal 250 Sitzplätze angeboten werden.
Die derzeit laufenden Umbauarbeiten in dem Pfarrzentrum betreffen den Clemenssaal im Obergeschoss nicht. Er wurde bereits vor einigen Jahren renoviert.
Das 1964 errichtete und 1989 umgebaute Pfarrzentrum ist inzwischen allerdings in die Jahre gekommen. Deshalb werden die Innenräume des Erdgeschosses derzeit umfassend renoviert. "Die Zeiten der Braun- und Beigetöne sind vorbei", sagt Kenkmann mit Blick auf den neuen, freundlichen Anstrich, den die Räume zu Abschluss der Arbeiten bekommen werden.
Rund 200 000 Euro investiert die katholische Gemeinde insgesamt, 120 000 Euro davon werden über Zuschüsse des Erzbistums Köln und der "Aktion Mensch" finanziert. Den Rest muss die Gemeinde selbst tragen. Die Kollekte an jedem ersten Sonntag im Monat ist beispielsweise für den Umbau des Clemenszentrums bestimmt. Der erste Bauabschnitt ist bereits im vergangenen Sommer gelaufen. Gruppenräume haben damals Raumteiler bekommen, um sie vielfältiger nutzen zu können. Diese Multifunktionalität ist nach Kenkmanns Worten auch erforderlich. Die Kirche müsse sparen und bei den Gebäuden Schwerpunkte setzen. Jugendgruppen sind beispielsweise ins Clemenszentrum umgezogen, auch der Kolping-Kreis trifft sich hier mittlerweile.
Der zweite Bauabschnitt ist in diesem Monat angelaufen. Während der viermonatigen Arbeiten im Erdgeschoss werden neue Deckenverkleidungen eingebaut und die Toiletten erneuert. Das Pfarrzentrum wird dabei auch behindertengerecht gestaltet. Heinz Kenkmann vom Kirchenvorstand ist froh, dass Rollstuhlfahrer dann endlich mit dem neuen Schrägaufzug im Treppenbereich ins Obergeschoss in den Clemenssaal gelangen können.
Neue Gas-Zentral-Heizung
Auch die jahrzehntealten Heizungen verschwinden, eine neue Gas-Zentral-Heizung wird eingebaut. "Das waren richtige Energieverschwender", sagt er über die alten Lüftungstrichter, die Luft von außen ansaugten, einen Heidenlärm machten und beim Aufwärmen jede Menge Strom verbrauchten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



