Solingen: Rekordverdächtig
VON MICHAEL TESCH - zuletzt aktualisiert: 07.11.2008Solingen (RPO). Noch bis zum 16. November ist in der Werkshalle 11 der Egon Evertz KG die Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Empordá“ zu sehen. Die Präsentation mit Werken von Salvador Dali hat sich zum Publikumsmagneten entwickelt.
Lange nachdem die Klasse der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule die Werkshalle 11 auf dem Werksgelände der Egon Evertz KG am Birkenweiher verlassen hat, betrachten Anna Scheurer (16) und Jonathan Malenbach (17) in der Ausstellung noch immer aufmerksam die 1970 entstandene Bilderserie „Professions – Elf Berufe“ von Salvador Dali. „Wir hätten die Dali-Ausstellung auch privat besucht, also ohne unsere Klasse“, erzählt Jonathan.
Für beide Schüler ist es die erste Begegnung mit den Kunstwerken des bedeutenden Malers. Wie alle Schulklassen haben sie von Marianne Göllner zu Beginn ihres Besuchs der Dali-Ausstellung eine kurze Einführung zu Leben und Werk des Künstlers erhalten.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung „Das Dali-Dreieck in Emporadá“ in der Werkshalle 11 der Egon Evertz KG am Birkenweiher ist bis zum 16. November zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: werktags von 15 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr.
Am Sonntag, 9. November, ist die Ausstellung geschlossen.
Anmeldung für Schulklassen erbeten unter Telefon 22 31 10.
Anna Scheurer erklärt, dass ihr die Lithografien des spanischen Surrealisten zu den elf Berufen besser gefallen, als manche der in der Werkshalle gezeigten Grafiken Dalis zu Werken der Weltliteratur. Von denen in der Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Empordá“ etwa der komplette Lithographie Zyklus zum „Don Quichotte“, oder auch die 100 Farbholzschnitte zur „Göttlichen Komödie“ zu sehen sind.
Gedanken und Träume
Der Faszination der Bilder und auch des Künstlers Dali können sich beide FALS-Schüler nicht entziehen: „Uns gefällt die Art, wie er seine Gedanken und Träume in den Bildern zeigt“, so Jonathan.
Die Gelegenheit, die hervorragende Präsentation mit Werken Salvador Dalis in einem für Ausstellungen ungewöhnlichem Ambiente – einer zum Konzert- und Ausstellungssaal umfunktionierten ehemaligen Werkhalle – zu besuchen, nutzen in diesen Tagen aber nicht nur viele Solinger Schulklassen. Schon kurz nach Beginn der Öffnungszeit am Nachmittag sind täglich mehr Menschen in der Dali-Ausstellung anzutreffen, als in manchen Museen an einem ganzen Tag zusammengerechnet – und das nicht nur in Solingen.
Die von der Egon Evertz KG gesponserte und ermöglichte Dali-Ausstellung wird alle Besucher-Rekorde in der Klingenstadt sprengen, soviel ist jetzt schon sicher. Zwischen 750 und 1000 Besucher werden seit der Eröffnung in der Werks-halle 11 gezählt – und das täglich. Kein Wunder also, dass Oberbürgermeister Franz Haug schon am Eröffnungsabend Egon Evertz und seinen Mitarbeitern für den bedeutsamen Beitrag für das Kulturleben Solingens dankte.
„Das Dali-Dreieck im Empordá“ umfasst nicht nur über 140 Werke aus mehreren Privatsammlungen – ausgewählt von dem Sammler und Dali-Experten Heinz Ess –, sondern die wertvollen Exponate werden ergänzt durch eine Begleitausstellung, die mittels Fotografien und Texttafeln zu einer Reise in die Welt Dalis in Spanien einlädt – zusammengestellt von Martina Evertz. Und über allem wacht in der Werkshalle 11 der weltberühmte Meister selber – in Form einer auf der Bühne stehenden lebensgroßen Figur, die der Künstler Joaquim Ros Sabaré geschaffen hat.
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