Solingen: Rentner spurlos verschwunden
VON MARTIN OBERPRILLER - zuletzt aktualisiert: 06.06.2009Solingen (RPO). Seit Donnerstag wird ein 78-Jähriger in den Wäldern rund um Burg vermisst. Die Polizei suchte bis gestern Abend mit rund 100 Beamten, Hubschrauber und sogar Tauchern in der Wupper nach dem Mann – bislang vergeblich.
Beschreibung
Der Vermisste ist 1,75 Meter groß und schlank. Beim Verschwinden trug der Mann eine blaue Jeans, ein hellblaues Hemd, darüber ein dunkelblaues Sweatshirt sowie eine braune Jacke. Die Polizei bittet andere Spaziergänger, die etwas beobachtet haben, sich zu melden. Tel. 0202/2840.
Bis in die Abendstunden suchten gestern mehr als 100 Polizisten aus Solingen, Remscheid und Wuppertal nach einem 78-jährigen Solinger, der seit Donnerstagvormittag vermisst wird. Ein Hubschrauber kreiste immer wieder über den Wäldern rund um Burg, eine Hundertschaft mit Suchhunden durchkämmte die Wupperberge, drehte förmlich jeden Stein in Richtung Müngsten um. Zuletzt setzte die Einsatzleitung sogar Schlauchboote und Taucher in der Wupper ein, um den Rentner zu finden. Doch alles blieb vergebens – von dem Mann fehlte bis zum Redaktionsschluss gestern Abend jede Spur.
Schon einmal verschwunden
Tatsächlich nehmen die Ordnungskräfte das Verschwinden des Rentners ausgesprochen ernst. Der 78-Jährige hatte am Donnerstag gegen 11 Uhr morgens seine Wohnung in Jagenberg verlassen. Eigentlich nichts besonderes, weil der Solinger oft unterwegs ist, um die malerische Gegend hier im Osten der Stadt zu erkunden. Allerdings, als der Senior am Nachmittag immer noch nicht wieder nach Hause zurückgekehrt war, begannen sich Ehefrau und Sohn des Rentners Sorgen zu machen. "Wir wurden schließlich gegen 16 Uhr informiert", berichtete gestern ein Polizeisprecher.
Kurz darauf begann dann die aufwändige Suche nach dem Verschollenen. Denn nach Informationen unserer Zeitung neigt der 78-Jährige bisweilen zur Zerstreutheit. So war er zum Beispiel vor rund 14 Tagen schon einmal für zwei Stunden einfach verschwunden. Seinerzeit kehrte er aber am Ende wieder heim – im Unterschied zu Donnerstag. Die Polizei suchte zunächst einmal bis in die frühen Morgenstunden nach dem Solinger, unterbrach die Aktion dann für wenige Stunden, nur um sie Freitagmorgen aufs Neue zu beginnen.
Nachts war der Hubschrauber nicht zum Einsatz gekommen. "Er ist zwar mit Wärmebildkameras ausgestattet, aber die funktionieren nachts nicht", erklärte der Polizeisprecher gegenüber unserer Zeitung. Das Problem: Bei der modernen Technik erscheinen im Dunkeln alle Lebewesen auf dem Schirm der Beamten. Also auch Tiere – eine erfolgversprechende Suche ist somit kaum möglich.
Mit warmer Kleidung unterwegs
Tatsächlich könnte sich der Mann verlaufen, die Orientierung in den Wäldern rund um Burg verloren haben. "Vielleicht sitzt er in irgendeiner Hütte oder einem Häuschen", mutmaßte der Polizeisprecher gestern Abend nach Abbruch der Suchaktion. Die Einsatzleitung war zu diesem Zeitpunkt sicher, sämtliche nur denkbaren Orte abgecheckt zu haben. Ein Trost blieb aber: Der Mann ist mit warmer Kleidung unterwegs – die Gefahr einer Unterkühlung ist nicht gegeben.
Wie die Polizei mitteilte, wird die Suche auch am Samstag fortgesetzt und Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen.
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