Solingen: Rolf Bossi verteidigt
zuletzt aktualisiert: 05.10.2007Solingen (RPO). Eigentlich hätte Yakup S. von den Solinger Strafverteidiger Karl-Hermann Lauterbach vertreten werden sollen. Doch dann entschied sich der wegen Mordes angeklagte Türke anders und beauftragte den prominenten Münchener Strafverteidiger Rolf Bossi. Ihm zur Seite hat das Landgericht jedoch mit Stefan Rösner noch einen Pflichtverteidiger gesetzt. „Das geschieht zur Sicherung des Verfahrens“, erläutert Landgerichts Pressesprecher Dr. Michael Börsch. Sollte der 84-jährige Bossi an einem der Verhandlungstage nicht anwesend sein, kann das Verfahren trotzdem fortgesetzt werden.
Bossi will den Beweis führen, dass Yakup S. kein Mörder ist, sondern vielmehr im Affekt geschossen hat. Er will zu diesem Zweck ein Vegleichsurteil einführen, in dem einer Frau dieser Affektzustand zugebilligt worden war, obwohl sie ihren wehrlosen Ehemann erschoss, als dieser schlafend im Bett lag. Sie hatte jahrelangen Demütigungen durch ihren Ehemann ertragen müssen.
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