Solingen: Solinger Vielfalt in Fotografien festgehalten
VON ALEXANDER RIEDEL - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012Solingen (RP). Verständigung kann durch Sprache, Musik und Spiel stattfinden. So lautet die Botschaft der Siegerfotos beim Fotowettbewerb "Vielfalt made in Solingen". Die Bilder dokumentieren gelungene Beispiele für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Generationen in Solingen. Auf der kommunalen Integrationskonferenz im Kunstmuseum Solingen kürte die Stadt am Samstag die Preisträger.
Der erste Platz ging an Fabakary Jobateh. "Ein guter Freund hat das Foto auf dem Jugendkulturfestival gemacht", berichtet er. Der Musiker hatte im Jahr 2004 das Kulturprojekt "Thiosan" ins Leben gerufen. Mit traditioneller Musik, Tänzen und Erzählungen bringt Jobateh, der 2003 aus Gambia nach Deutschland gekommen war, Schülern afrikanische Kultur näher. Das Siegerfoto zeigt Jobateh mit einer Trommel und einer bunten Tracht neben einem kleinen Mädchen.
Aus über 100 Einsendungen hatte die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Zuwanderer- und Integrationsrates sowie Vertretern der beiden Solinger Zeitungen, die besten Bilder ausgesucht. "Zweieinhalb Stunden haben wir getagt, um zu einer Entscheidung zu kommen", verdeutlichte Pino Mamone vom Integrationsrat die hohe Qualität bei den eingeschickten Bildern.
Den zweiten Platz ergatterte Svetlana Vinnik von der Kita Pünktchen. Ihr Foto zeigt Kinder unterschiedlicher Herkünfte beim gemeinsamen Spielen an einem Tisch. "Wir haben keine Szenen nachstellen müssen", betont die Erzieherin. Auch privat hatte Vinnik ein Foto eingeschickt. "Ich fotografiere gerne, und als ich von dem Wettbewerb hörte, war klar, dass ich teilnehme."
Drei dritte Plätze vergab die Jury: Auf dem Foto von Bild Hassan Firouzkah sind mehrere Arbeiter unterschiedlicher Hautfarben mit Arbeitskluft und Helmen zu sehen. Volkshochschullehrerin Shabnam Arzt fotografierte die Lerngruppe bei einem Integrationskurs. Das Bild von Gabriele Bernecker, Leiterin der Kita St. Maria Empfängnis, zeigt ein blondes und ein schwarzhaariges Mädchen in einer Waldlandschaft. "Wir haben hier mit vielen Kindern unterschiedlicher Herkunft Beispiele für gelebte Integration", sagte Bernecker.
Taschengeldbörse
2012 ist das Jahr des "aktiven Alterns und Miteinanders der Generationen." So stellten die teilnehmenden Institutionen Programme für ältere Menschen vor. Ein Projekt bietet der Seniorenbeirat in Zusammenarbeit mit Jugendförderung und Awo an: die Taschengeldbörse. "Wenn Senioren jemandem brauchen, braucht man nur anzurufen und er bekommt Hilfe von Jugendlichen", erklärt Herbert Schoer von der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats das Prinzip des Projekts.
Rund 280 junge Job-Anbieter zwischen 15 und 20 sind inzwischen zusammengekommen. Job-Anbieter und -Sucher können unter Telefon 231 34 40 anrufen.
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