Solingen: Stadtbibliothek macht künftig früher zu
zuletzt aktualisiert: 03.12.2010Solingen (RPO). Es muss gespart werden. Davon ist auch die Solinger Stadtbibliothek betroffen. Angeglichen an die Öffnungszeiten der Clemens-Galerien wird die Bücherei ab dem 3. Januar nicht mehr, wie bisher, bis 20 Uhr, sondern nur noch bis 19 Uhr geöffnet sein.
Dadurch werden Personalkosten gespart: Eine halbe Stelle fällt weg. Beschlossen hat dies die Politik im Juli. "Es war ein Vorschlag aus dem Haushaltssicherungskonzept", erklärt Bibliotheksleiterin Claudia Elsner-Overberg. Zuerst seien die Besucherzahlen überprüft worden. Abends waren es um die 20, am Vormittag dagegen über 100. So fiel die Entscheidung, abends früher zu schließen. "Ich hoffe, dass die Kunden dafür Verständnis haben."
Für Eddi Schreiner ist die Neuregelung nicht weiter schlimm. Der Elfjährige kommt regelmäßig in die Stadtbibliothek. "Alle zwei Wochen, manchmal auch jede Woche", verrät er. Dabei ist er meist an Büchern interessiert. "Über Landschaften, Tiere und Modellautos", sagt er. Kerstin Lützenkirchen dagegen besucht die Stadtbibliothek eher am Abend. "Ich bedauere es, dass die Bibliothek nicht mehr bis 20 Uhr geöffnet ist", sagt sie. Man gehe ja nicht zehn Minuten vor Schluss noch hinein, um ein Buch zu suchen. "Von mir aus könnte sie eher später anfangen", erklärt sie. Für Berufstätige sei eine längere Öffnungszeit abends vorteilhafter.
Hildegard Müller (78) dagegen geht lieber morgens in die Bibliothek. Gerade in den Wintermonaten sei sie gerne zuhause, wenn es dunkel wird. "Ich verstehe, dass gespart werden muss", erklärt sie. Die kürzeren Öffnungszeiten täten da noch am wenigsten weh.
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