Solingen: Studenten entwerfen Bergische Souvenirs
VON MAXINE HERDER - zuletzt aktualisiert: 24.03.2011Solingen (RPO). Über 30 Entwürfe innovativer bergischer Souvenirs haben Studenten der Uni Wuppertal gestern im Müngstener Brückenpark vorgestellt.
Der Entwurf von Marcel Gemballa, Sebastian Steinhäuser und Thomas Schliwka ist eine Hommage an die traditionelle bergische Dröppelmina. Doch im Gegensatz zu ihrem zinnernen Vorbild besteht das Modell der drei Studenten des Studiengangs Industrial Design der Bergischen Universität Wuppertal aus einem Kunststoffgestell mit drei Füßen, einem Zapfhahn, Schlauchsystem mit Rücklaufventil und einer Schrauböffnung, in die eine Flasche Wasser, Limonade oder Saft einfach eingedreht werden kann. Der Name der Erfindung: "Party-Dröppler". "Er kann wie eine kleine Zapfanlage bei Feiern oder Kindergeburtstagen eingesetzt werden", erklärt Sebastian Steinhäuser.
Entwürfe
Über 30 Entwürfe, von einem Schlüsselbrett mit der Silhouette von Müngstener Brücke und Schloss Burg über eine Backform mit der Topographie der Region bis hin zur Wuppertaler Schwebebahn als Holzeisenbahn, haben die Drittsemester-Studenten eingereicht.
Uni und BEA kooperieren
Sechs Wochen hatten die Studenten des dritten Semesters im Rahmen des Projektes "Bergische Souvenirs", einer Kooperation zwischen der Bergischen Universität und der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA), Zeit, attraktive, innovative, funktionale und qualitativ hochwertige Mitbringsel zu entwerfen und umzusetzen.
Die Solinger Marcel Gemballa und Sebastian Steinhäuser sowie Kommilitone Thomas Schliwka haben insgesamt drei Entwürfe eingereicht – und sich bei jedem einzelnen dem Spannungsfeld zwischen bergischer Tradition und Moderne gewidmet: "Der ,Bergische Büroassistent' ist ein Notizblock aus dunklem Tonschiefer, zu dem drei Griffel, ein Anspitzer und ein Schwamm gehören", so Steinhäuser.
Angelehnt ist dieser Entwurf an die mit Schiefer verkleideten Fassaden, Giebel und Dächer der bergischen Fachwerkhäuser. Und auch der dritte Entwurf der Studenten greift mit der Herzchenwaffel etwas typisch Bergisches auf – wenn auch sie sich bei Gemballa, Steinhäuser und Schliwka gänzlich neu präsentiert: In einer Pappbox befinden sich nicht nur die luftdicht in einer Folie verpackten Waffelherzchen, sondern auch Kirschsoße und Puderzucker. "Sobald man die Verpackung an der gekennzeichneten Lasche öffnet, entfaltet sich der Boden zu einer Art Pappteller", so die Studenten.
Ihnen sei wichtig gewesen, den Souvenir-Gedanken aufzugreifen: "Es soll ein nettes Mitbringsel sein, das einen bestimmten Gedanken transportiert und mit dem man etwas verbindet." Den Charakter der üblichen Souvenirs – Tassen oder Aschenbecher – hätten sie eben nicht gewollt. "Wenn ein Unternehmen Interesse an unseren Souvenirs hat und die Herstellung für durchführbar hält, ist es gut möglich, dass sie auch in serielle Produktion gehen."
"Wir sind überwältigt von den vielen sehr guten Ergebnissen", so Annette Nothnagel von der BEA. Idee des Projektes sei gewesen, ein Souvenir zu entwerfen, dass sowohl Erinnerungsstück für Touristen als auch ein Geschenk aus der Region sein könnte. "Wir werden uns bemühen, die tollen Entwürfe auszustellen. Denn es interessiert uns brennend, was der normale Tourist im Brückenpark dazu sagt", berichtet Nothnagel. Zudem werden die Produkte auch Unternehmern vorgestellt, mit denen sich Entwicklung und Verkauf realisieren ließen.
Eine Auswahl der Bergischen Souvenirs sehen Sie >>> hier<<<.



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