Solingen: Union erneut von Altlasten eingeholt
zuletzt aktualisiert: 30.07.2008Solingen (RPO). Es war gestern kein ruhiger Tag für Peter Deutzmann. Der zweite Vorsitzenden des Fußball-Niederrheinligisten Union war am Montag mit einer Forderung von Seiten des Finanzamtes konfrontiert worden, die die Existenz des Vereins bedrohte.
Herr Deutzmann, ist die Union wieder einmal von Altlasten eingeholt worden?
Deutzmann Ja. Das Finanzamt hat den Verein kurzfristig mit einer Forderung in einer für die Union nicht unerheblichen fünfstelligen Summe konfrontiert.
Auf welcher Grundlage?
Deutzmann Wir haben vereinbarte Fristen gegenüber dem Finanzamt nicht eingehalten. Allerdings waren mir als zweiter Vorsitzender diese Fristen nicht bekannt, weil unser Vorsitzender Christian Werth die Gespräche mit dem Finanzamt zur Chefsache erklärt hatte.
Was sagt Christian Werth dazu?
Deutzmann Ich habe ihn nicht erreichen können. Ich habe seit 14 Tagen keinen Kontakt mehr mit ihm. Er beantwortet keine Mails mehr und ruft auch nicht zurück. Werth müssen diese Fristen aber bekannt gewesen sein.
Kann die Union die Forderung des Finanzamtes erfüllen?
Deutzmann Ich habe natürlich sofort das persönliche Gespräch gesucht. Meine Hoffnung auf ein Entgegenkommen des Finanzamtes hat sich nicht erfüllt. Aber ich hatte dafür ein positives Gespräch mit der Stadt-Sparkasse, die uns ein Entgegenkommen zugesagt hat. Deshalb ist es uns möglich, die Schuld gegenüber dem Finanzamt kurzfristig zu tilgen. Und das ohne ein weiteres Darlehen aufnehmen zu müssen.
Michael Tesch sprach mit Deutzmann.
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